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Bayerns Autozulieferer – Jobabbau und Werksschliessungen | BR24

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Viele Automobil-Zulieferer in Bayern können ihre Belegschaft nur dank Kurzarbeit halten. Ein wichtiger Grund: Der Umstieg auf Elektro-Mobilität.

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    Bayerns Autozulieferer – Jobabbau und Werksschliessungen

    Der Autozulieferer Continental will weltweit 30.000 Stellen abbauen. Allein in Regensburg stehen mehr als 2.100 Stellen auf der Kippe. In ganz Bayern kämpfen derzeit die Zulieferer mit der Krise. Hinter den Problemen steckt nicht nur Corona.

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    Von
    • Stephan Lina

    Elektro-Auto: Weniger mechanische Bauteile

    Auch wenn derzeit vor allem die Corona-Krise im Mittelpunkt steht – Die großen bayerischen Autozulieferer hatten schon vorher mit Problemen zu kämpfen. Hauptgrund: Der Trend weg vom Verbrennungs- hin zum Elektroantrieb. Ein Elektro-Auto hat deutlich weniger mechanische Bauteile als ein Benziner oder Diesel, also jene Technologien, bei denen die deutschen Zulieferer traditionell stark sind.

    Viele Standorte in Bayern betroffen

    Ein Beispiel dafür ist Vitesco, die Antriebssparte von Continental mit Sitz in Regensburg, wo ja zahlreiche Stellen abgebaut werden sollen. Überhaupt trifft die anhaltende Krise Standorte quer durch Bayern. Egal ob bei Grammer in der Oberpfalz, bei Schaeffler oder Brose in Franken oder Webasto in Oberbayern: Unisono ist von Sparen die Rede, fast alle Zulieferer können derzeit ihre Belegschaft nur dank der Kurzarbeiter-Regelung an Bord halten. Allerdings gibt es auch Firmen, die Werke im Freistaat komplett dicht machen wollen. Allen voran der französische Reifenkonzern Michelin, der seinen Standort im Landkreis Bamberg schließen will. Diese Entscheidung war aber schon vor der Corona-Krise gefallen.