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Bayern ist beim Breitbandausbau weit vorne | BR24

© BR / Beate Bastian

Mit dem Breitbandausbau haben die Bayern die Nase vorne

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Bayern ist beim Breitbandausbau weit vorne

Bayern hat beim Ausbau der digitalen Infrastruktur offenbar große Fortschritte gemacht. Zwei aktuelle Studien belegen, dass besonders ländliche Regionen bestens mit schnellem Internet versorgt sind. Nachholbedarf gebe es beim Ausbau des 5G-Standards.

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Bayern belegt beim Ausbau der Infrastruktur einen Spitzenplatz unter den Bundesländern. Das haben zwei Studien der Vereinigung der bayerischen Wirtschaft ergeben - zu Breitbandbedarf der bayerischen Unternehmen 2019 und zum Versorgungsgrad der digitalen Infrastruktur in Bayern. Knapp 94 Prozent der bayerischen Haushalte haben demnach Zugang zu schnellem Internet.

Freistaat im Bundesdurchschnitt an Spitzenposition

Ende 2018 hatten 93,7 Prozent der bayerischen Haushalte Zugang zu einem Anschluss mit mindestens 30 Mbit/s. Besonders in den ländlichen Gebieten sei investiert worden. Die Versorgung läge aktuell bei 86 Prozent. Damit sei der ländliche Raum im Freistaat deutlich besser versorgt, als in anderen Teilen Deutschlands, kommentiert Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der vbw, die Ergebnisse. Man dürfe sich aber nicht darauf ausruhen, so Brossardt. Für eine erfolgreiche digitale Transformation brauche man in Bayern den Quantensprung von Kupfer zu Glasfaser und vor allem von LTE zum schnellen Mobilfunkstandard 5G.

"Wir brauchen einen klaren zeitlichen Fahrplan für den weiteren Ausbau des 5G-Netzes. Bis zum Jahr 2025 muss 5G lückenlos verfügbar sein. Unser Standort muss Leitmarkt für 5G-Anwendungen werden." Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der bayerischen Wirtschaft (vbw)

Nachholbedarf beim Ausbau des 5G-Standards

Nach den aktuellen Analysen ist offenbar die Hälfte der befragten Unternehmen derzeit unzufrieden mit der Geschwindigkeit von mobilen Datenverbindungen sowie mit Netzabdeckung und – verfügbarkeit. Laut der Umfrage sehen viele bereits Beeinträchtigungen für die eigenen Beschäftigten aufgrund des unzureichenden Mobilfunknetzes.

"Wir sind in Bayern auf dem richtigen Weg, müssen diesen aber nun konsequent zu Ende gehen. Vor allem da die internationale Konkurrenz nicht schläft." Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der bayerischen Wirtschaft (vbw)

Beim Bau von Funkstationen, die 5G-Signale senden und empfangen, hätten andere Länder wie China, Japan, Südkorea und die USA die Nase vorn. Laut Brossardt müsse man in Bayern schneller werden, um im internationalen Wettbewerb den digitalen Anschluss nicht zu verpassen. Sogenannte "weiße Flecken" entlang häufig genutzter Verkehrswege dürfe es zukünftig nicht mehr geben.

© BR

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