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Wirtschaft

Bayern bleibt Milchland Nummer 1 | BR24

© pa / dpa / Simone Neumann

Eine Kuh wird gemolken

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    Bayern bleibt Milchland Nummer 1

    Fast 6,6 Millionen Tonnen Milch lieferten Bayerns Bauern bis Oktober 2019 ab - etwas weniger als im Vorjahr. Dennoch bleibt Bayern Deutschlands Milchland Nummer 1 - und liegt auch bei der Biomilch ganz weit vorne.

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    Die Landwirte in Bayern produzieren immer mehr Biomilch: 7,3 Prozent der Gesamtmilchmenge kommen schon aus Bio-Betrieben, nur in Baden-Württemberg ist der Anteil mit 7,5 Prozent noch höher. Schlusslicht ist Thüringen mit 0,7 Prozent. Das teilte die Agrarmarkt Informations-GmbH in Bonn mit.

    Allerdings sind dem Wachstum in Bayern Grenzen gesetzt. Weil in den Supermärkten und Discountern der Absatz von Biomilchprodukten stagniert und weil auch Biomilch aus Österreich importiert wird, bremsen viele Molkereien umstellungswillige Landwirte.

    Immer weniger Milchbauern

    Die Zahl der Milchkuhhalter nimmt in Bayern laut Landesamt für Statistik kontinuierlich ab. Zwar ist Bayern bundesweit mit 27.588 Milchviehbetrieben (Stichtag 3. November) nach wie vor Spitzenreiter im gesamten Bundesgebiet, allerdings sind das im Vergleich zum Vorjahr 1.400 Betriebe weniger. Im Durchschnitt stehen in einem bayerischen Stall 40,9 Kühe.

    Der Export boomt

    Die deutsche Milchwirtschaft hat von Januar bis Oktober 2019 1,07 Millionen Tonnen Käse exportiert, rund 3 Prozent mehr als im Vorjahr: Hauptabnehmer ist Italien. Deutscher Käse schmeckt aber auch Engländern, Polen, Schweizern, Japanern, Südkoreanern, Chilenen und Amerikanern.

    Spektakulär ist der Umfang der Exporte von Magermilch aus der gesamten EU in Drittländer: Er stieg von 2018 auf 2019 um 26,5 Prozent auf rund 845.000 Tonnen. Wichtigster Abnehmer war China mit einem Zuwachs von 47 Prozent auf 111.644 Tonnen, gefolgt von Algerien, Indonesien und den Philippinen.