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Bayerische Wirtschaft erlebt historische Krise | BR24

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Die Coronakrise hat zu einem historischen Einbruch der bayerischen Wirtschaft geführt. 40 Prozent der Unternehmen bezeichnen ihre aktuelle Geschäftslage als "schlecht". Nur jedes fünfte Unternehmen ist zufrieden und doch macht die Studie Hoffnung.

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Bayerische Wirtschaft erlebt historische Krise

Die Coronakrise hat zu einem historischen Einbruch in der bayerischen Wirtschaft geführt. 40 Prozent der Unternehmen bezeichnen ihre aktuelle Geschäftslage als "schlecht". Nur jedes fünfte Unternehmen ist zufrieden und doch macht die Studie Hoffnung.

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Vor einigen Wochen wären die Ergebnisse der Konjunkturumfrage unter den rund 4.000 bayerischen Unternehmen wahrscheinlich noch weit pessimistischer gewesen. Aktuell habe sich die Lage aber beruhigt, berichten die bayerischen Industrie- und Handelskammern. BIHK-Hauptgeschäftsführer Manfred Gößl sieht bereits einen Silberstreifen am Horizont. So erwarte mehr als die Hälfte der Betriebe keinen weiteren Rückgang, sondern gleichbleibende oder sogar bessere Geschäfte. Wirklich zufrieden mit der jetzigen Lage ist aber trotzdem nur jedes fünfte Unternehmen.

Langer, steiniger Weg

Die Rückkehr zur Normalität ist nach Einschätzung der bayerischen Industrie- und Handelskammern ein langer und steiniger Weg. Nach wie vor herrsche bei vielen Unternehmen große Unsicherheit über die weitere Geschäftsentwicklung. Eine Folge ist, dass die Bereitschaft zu investieren auf einem historisch niedrigen Niveau liegt. "Wir hatten noch nie festgestellt, dass 30 Prozent der Wirtschaft gar nicht mehr investieren wollen. Das ist jetzt erstmals der Fall in dieser Größenordnung", sagte Gößl.

82 Prozent lehnen weitere Staatshilfen ab

Finanziell sei die überwiegende Mehrheit der Betriebe bisher relativ gut durch die Krise gekommen. Nur jedes fünfte Unternehmen rechnet in den kommenden Monaten mit Liquiditätsengpässen. 82 Prozent würden aktuell weitere staatliche Unterstützungsmaßnahmen sogar ablehnen.

Eine kleiner Anteil von 12 Prozent hat jedoch gegenwärtig aufgrund fehlender Perspektiven keinen Zugang zu Krediten und rund 6 Prozent der Befragten rechnen bereits mit einer Insolvenz. Die besonders gefährdeten Unternehmen kommen vor allem aus den Branchen Gastronomie, Tourismus, Einzelhandel sowie aus der Messe- und Veranstaltungswirtschaft.

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