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Bayerische Wirtschaft: bei Energiewende "nicht gegen alles sein" | BR24

© BR/Walter Kittel

Die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft fordert den "schnellstmöglichen" Bau der zwei geplanten Gleichstromtrassen zwischen Nord- und Süddeutschland. Wer die Energiewende wolle, müsse auch ertragen, dass sie stattfinde heißt es in einem Appell.

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Bayerische Wirtschaft: bei Energiewende "nicht gegen alles sein"

Die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft fordert den "schnellstmöglichen" Bau der zwei geplanten Gleichstromtrassen zwischen Nord- und Süddeutschland. Wer die Energiewende wolle, müsse auch ertragen, dass sie stattfinde heißt es in einem Appell.

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Die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft fordert einen schnelleren Netzausbau, denn noch liege eine erfolgreiche Energiewende in Deutschland in weiter Ferne. Deutschland sei zudem eines der Länder mit den höchsten Industriestrompreisen. Auch die Treibhausemissionen seien nicht so stark gesunken wie angestrebt, so die vbw in einer aktuellen Studie zur Energiewende die das Prognos-Institut durchgeführt hat.

vbw: langsamer Netzausbau gefährdet Energiewende

Große Stromleitungen zum Transport des Windstroms vom Norden in den Süden müssten so schnell wie möglich gebaut werden, fordert die bayerische Wirtschaft. Der verzögerte Netzausbau gefährde die Versorgungssicherheit. Man könne nicht einerseits für die Energiewende sein und gleichzeitig den Ausbau von Stromtrassen und Wind- oder Wasserkraft ausbremsen. Wer die Energiewende und mehr Klimaschutz wolle, müsse auch ertragen, dass dies im Landschaftsbild sichtbar werde.

"Ich glaube, die Gesellschaft ist nicht kompromissbereit. Und wir sind uns vermutlich auch dessen nicht bewusst, was es bedeutet, wenn wir die Leitungen nicht bekommen. Wir sind nur permanent gegen alles. Auch gegen die Leitungen." Wolfram Hatz, Präsident Vereinigung der bayerischen Wirtschaft

vbw: Fehlender Netzausbau verteuert Strom

Mehr CO2 Emissionen und höhere Strompreise seien die Folgen des verzögerten Netzausbaus. Denn jeder verlorene Tag koste Geld, weil Windkraftanlagen abgeschaltet und fossile Kraftwerke hochgefahren werden müssen. Nach wie vor fehle von Gesellschaft und Politik ein klares Bekenntnis zum erforderlichen Netzausbau.

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