BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite
© BR / Birgit Harprath
Bildrechte: dpa-Bildfunk / Nicolas Armer

Die Kehrtwende bei der geplanten Osterruhe ruft jede Menge Reaktionen hervor – auch von Seiten der Wirtschaft in Bayern. Die hatte den ursprünglichen Beschluss schon heftig kritisiert. Dementsprechend wird die Umkehr jetzt von den meisten begrüßt.

5
Per Mail sharen
  • Artikel mit Audio-Inhalten

Bayerische Wirtschaft begrüßt Merkels Oster-Kehrtwende

Die Kehrtwende bei der geplanten Osterruhe ruft jede Menge Reaktionen hervor – auch von Seiten der Wirtschaft in Bayern. Die hatte den ursprünglichen Beschluss schon heftig kritisiert. Dementsprechend wird die Umkehr jetzt von den meisten begrüßt.

5
Per Mail sharen
Von
  • Birgit Harprath

Eine Regierungschefin, die sich entschuldigt, die Verantwortung übernimmt und eine getroffene Entscheidung zurücknimmt: Dafür spricht der Bayerische Industrie- und Handelskammertag ihr erst einmal Respekt aus.

"Die Kanzlerin hat aus unserer Sicht das einzig richtige gemacht, den Fehler korrigiert und das ist auch gut und richtig so." Manfred Gößl, BIHK

Die geplante Osterruhe sei nicht durchdacht gewesen, so Hauptgeschäftsführer Manfred Gößl. Er wünscht sich, dass beim nächsten Mal erst die Wirtschaft gefragt und dann Beschlüsse getroffen werden.

"Fehler zugeben zeigt Größe"

Franz Xaver Peteranderl, der Präsident des Bayerischen Handwerkstages, gesteht Angela Merkel Größe zu, weil sie einen Fehler eingestehe. Ein zusätzlicher Feiertag hätte das Handwerk in Bayern, vorsichtig geschätzt, 150 Millionen Euro Umsatz gekostet.

Diese Rechnung macht auch Achim von Michel auf, Politikchef Bayern beim Bundesverband mittelständische Wirtschaft. Die geplante Osterruhe zu kippen sei die einzig richtige Entscheidung.

"Die Unternehmen in Deutschland hätten ansonsten erhebliche zusätzliche Kosten – sei es durch Zuschläge oder durch Nicht-Produktivität - bei sehr, sehr zweifelhaftem Nutzen schultern müssen." Achim von Michel, BVMW

Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft weist auf die eh schon enormen Auswirkungen der Pandemie hin. In der schweren Krise würden die Unternehmen sich mehr Planungssicherheit durch politische Prozesse im Bund wünschen.

"Ruhetage allein besiegen keine Pandemie"

Und auch beim DGB war man über den jetzt zurückgezogenen Beschluss nicht gerade begeistert.

"Die Pandemie besiegen wir nicht allein mit zwei zusätzlichen Ruhetagen, sondern es geht darum, konsequent Kontakte zu vermeiden." Verena di Pasquale, DGB

Bayerns DGB Vizechefin Verena di Pasquale fordert von den Unternehmen, strickt die geltenden Hygienevorschriften einzuhalten.

"Darüber spricht Bayern": Der neue BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!