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Bayerische Krankenkassen fordern Reform des Finanzausgleiches | BR24

© BR/Nikolaus Nützel

Der Finanzausgleich unter den Krankenkassen sorgt nach Einschätzung vieler Kassenvertreter in Bayern und auch der Staatsregierung dafür, dass Bayern benachteiligt wird. Nun könnte das System reformiert werden.

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Bayerische Krankenkassen fordern Reform des Finanzausgleiches

Der Finanzausgleich unter den Krankenkassen sorgt nach Einschätzung vieler Kassenvertreter in Bayern und auch der Staatsregierung dafür, dass Bayern benachteiligt wird. Nun könnte das System reformiert werden.

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Eigentlich soll der Kassen-Finanzausgleich dafür sorgen, dass Kassen, die besonders viele Kranken-Versicherte haben, ihre höheren Ausgaben ausgeglichen bekommen. Doch der Ausgleich ist nach Ansicht etwa des Bayerischen Landesverbands der Betriebskrankenkassen schwer durchschaubar. Außerdem verzerrt er nach Ansicht der BKKs den Wettbewerb - mit der Folge, dass AOKs, vor allem in Ostdeutschland, besonders gut dastehen, während viele BKKs, aber auch Ersatzkassen wie etwa DAK und Barmer, benachteiligt würden.

Bayern fühlt sich beim Finanzausgleich benachteiligt

Die bayerische Staatsregierung und auch die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft beklagen gleichzeitig, dass die Mehrkosten, die das besonders gute Versorgungssystem in Bayern mit sich bringe, nicht ausgeglichen würden. Verschiedene Wissenschaftler haben außerdem festgestellt, das jetzige System führe dazu, dass Patienten bei der Dokumentation ihrer Krankheiten oft kränker dargestellt werden, als sie es tatsächlich sind.

Spahn will Finanzausgleich umgestalten

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will in dieser Woche vorstellen, wie er den Finanzausgleich umgestalten möchte. Er hat bereits angedeutet, dass er auf Forderungen nach einer Regionalisierung, wie sie aus Bayern kommen, eingehen könnte – zumindest teilweise.