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Bayerische Autobauer behaupten sich in China | BR24

© BR/Astrid Freyeisen

Obwohl in China die Nachfrage nach Autos einbricht, können sich deutsche und bayerische Hersteller gut behaupten.

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Bayerische Autobauer behaupten sich in China

Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger ist derzeit in China. Denn die Volksrepublik ist der wichtigste Handelspartner des Freistaats. Im ersten Halbjahr liefen die Exporte dorthin nicht so gut. Und das lag auch am schwächelnden Automarkt in China.

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Deutsche Autobauer beherrschen den chinesischen Premium-Markt

BMW, Audi und Mercedes werden dieses Jahr mit etwa 70 Prozent Anteil den chinesischen Premium-Markt beherrschen – obwohl das größte Autoland der Welt mit Problemen beim Absatz zu kämpfen hat. Chinesische und amerikanische Marken brechen massiv ein – französische sogar um fast 60 Prozent.

Aber Jochen Siebert, Autoexperte mit Spezialgebiet China, geht davon aus, dass jeder der drei deutschen Premiumhersteller in diesem Jahr auf rund 700.000 in China verkaufte Fahrzeuge kommen könnte. Zum Vergleich: Siebert schätzt nur rund 150.000 für Volvo, der zum Konzern des Mercedes-Großaktionärs Li Shufu gehört. Für BMW besonders erfolgreich: Der Fünfer als PlugIn-Hybrid – dieses Modell sei Marktführer in seiner Klasse.

Chinesischer Automarkt steht vor einem Umbruch

Generell stünden alternative Antriebe in China aber vor einem Umbruch: Nachdem in diesem Frühjahr die staatliche Förderung überraschend bereits um bis zu 80 Prozent zurückgefahren wurde, laufe sie 2020 komplett aus. Ergebnis: Schon jetzt verkaufen sich Elektrofahrzeuge viel schlechter als letztes Jahr.

Siebert glaubt, dass dies erneut vor allem die vielen neugegründeten chinesischen Marken treffen werde, weniger die Etablierten aus Deutschland. Die Neulinge hätten es auch deshalb schwer, weil bei ihnen Zulieferer aus Sicherheitsgründen Vorkasse verlangen. Dennoch ist Experte Siebert überzeugt, dass sich chinesische Newcomer wie Nio oder Byton halten können. Beide entwickeln ihr Design in München.