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Werkshalle von Bavaria Yachts in Giebelstadt

Die deutsche Beteiligungsgesellschaft CMP Capital Management Partners wird sowohl die Bavaria Yachtbau GmbH als auch die französische Tochtergesellschaft Bavaria Catamarans SAS übernehmen. Alle 550 Mitarbeiter in Giebelstadt und alle 250 Mitarbeiter in Rochefort werden übernommen, wie CMP verspricht. Ein entsprechender Kaufvertrag ist demnach heute unterschrieben worden. Allerdings muss das Bundeskartellamt dem Geschäft noch zustimmen. Über die Höhe des Kaufpreises sei Stillschweigen vereinbart worden, heißt es weiter.

Übernahme auf Zeit

Die CMP mit Sitz in Berlin sucht gezielt nach Firmen, die in Schwierigkeiten stecken, um einzusteigen und aktiv mitzuhelfen, das Unternehmen zu sanieren. Auch in diesem Fall schickt die Beteiligungsgesellschaft einen Partner der CMP, der die Geschäftsführung des Yachtherstellers ergänzen soll, wie es heißt. Man sei von den weltweiten Marktpotenzialen der Bavaria überzeugt und werde das Unternehmen nachhaltig weiterentwickeln, meinte der Geschäftsführer von CMP Kai Brandes. Die Gruppe sieht sich selbst als Partner auf Zeit und spricht von einer Haltedauer von drei bis sieben Jahren.

Unternehmen mit stolzer Vergangenheit

Bavaria Yachts gehört zu den größten Werften in Deutschland und zählt nach eigenen Angaben zu den Marktführern beim Yachtbau in Europa. Seit 40 Jahren werden in Giebelstadt Boote hergestellt. In Spitzenzeiten produzierte das Unternehmen jährlich mehr als 3.000 Segelyachten, Motorboote und Katamarane. Im April dieses Jahres hatte der Bootsbauer Zahlungsschwierigkeiten bestätigt und einen Insolvenzantrag gestellt.