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Die Immobilienpreise steigen auch in der Corona-Krise weiter, so das Statistische Bundesamt. Viele Menschen erhoffen sich Sicherheit von den eigenen vier Wänden und wünschen sich Wohneigentum mehr denn je. Mancher Anbieter bricht sogar Rekorde.

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Baufinanzierung in der Corona-Krise: Wunsch nach Sicherheit

Die Immobilienpreise steigen auch in der Corona-Krise weiter, so das Statistische Bundesamt. Viele Menschen erhoffen sich Sicherheit von den eigenen vier Wänden und wünschen sich Wohneigentum mehr denn je. Mancher Anbieter bricht sogar Rekorde.

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Am Anfang stand vielleicht noch die Hoffnung, dass die Corona-Krise die Preissteigerungen am Immobilienmarkt ein wenig bremsen könnte. Doch inzwischen ist klar: Es bleibt bei der Hoffnung. Häuser und Wohnungen sind in vielen Städten und Gemeinden auch in den vergangenen Monaten teurer geworden. Laut dem Statistischen Bundesamt stiegen die Immobilienpreise im zweiten Quartal um 5,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Es zeichnet sich ab: Die Krise verstärkt den Wunsch nach Wohneigentum. "Das Zuhause als Hort von Sicherheit hat an Bedeutung zugenommen" sagt Mirjam Mohr, Vorständin der Interhyp. Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben Deutschlands größter Vermittler von privater Baufinanzierung.

Manche Banken prüfen bei Finanzierung strenger

Die Nachfrage ist weiter ungebrochen. Demnach ist der Juli bei der Interhyp der erfolgreichste Monat in der Firmengeschichte gewesen. Und auch das Angebot der Banken ist in der Corona-Zeit nach wie vor groß, die meisten hätten ihre Bedingungen kaum verändert.

Manche würden allerdings mit Blick auf das Eigenkapital nun genauer prüfen. "Es gibt ein paar Banken, die höhere Zinsaufschläge bei Finanzierungen mit wenig Eigenkapital verlangen", sagt Mohr. Wenn kein Eigenkapital vorhanden ist, würden einige wenige Banken die Finanzierung auch gar nicht mehr übernehmen.

Genügend Eigenkapital bei Immobilienkauf mitbringen

Aus Sicht der Verbraucherzentrale Bayern stünde ein solches Vorhaben ohnehin auf wackeligen Beinen. Denn: "Man sollte 30 bis 40 Prozent des Kaufpreises der Immobilie an Eigenkapital mitbringen, damit man günstig finanzieren kann", sagt Berater Merten Larisch.

Außerdem sollten die Kaufnebenkosten nicht unterschätzt werden: Bis zu zehn Prozent der Gesamtsumme können für Notar, Makler oder Grunderwerbsteuer fällig werden. Am häufigsten übersehen wird laut dem Finanzexperten aber ein anderer Aspekt:

Finanzberater: Eigene Immobilie allein ist keine Altersvorsorge

"Viele vergessen, dass man neben der gesetzlichen Rente ein zusätzliches Einkommen im Alter braucht", sagt Larisch – der Kardinalfehler. Denn ein Haus oder eine Wohnung allein sei noch keine Altersvorsorge. Schließlich soll am Ende auch genügend Geld übrig sein, um das Leben in den eigenen vier Wänden zu genießen.

Larisch rät deshalb zu einem Finanzplan, der den gesamten finanziellen Bedarf einschließt. Selbstredend gehört zur Planung auch, die einzelnen Angebote genau zu vergleichen. Denn selbst wenn sich der Effektivzins nur leicht verändert, kann das große Unterschiede machen.

Angebote zur Baufinanzierung vergleichen

Das zeigt ein typisches Beispiel mit der Darlehenssumme von 300.000 Euro und einer Laufzeit von 25 Jahren. Fallen bei einem Effektivzins von einem Prozent über die Jahre insgesamt rund 39.200 Euro an Zinsen an, sind es bei 1,3 Prozent bereits rund 51.500 Euro. Insgesamt lassen sich somit etwa 12.300 Euro sparen.

Und ein Vergleich lohnt sich nicht nur bei Neuverträgen. Auch nach einigen Jahren lassen sich mit einem Anbieterwechsel oft ein paar Euro herausholen.

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