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Batterieforschung: Förderung auch für Standorte in Bayern? | BR24

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Die Batterie gilt als Speicher der Zukunft. Deshalb will die Bundesregierung die Batterieforschung mit einem eigenen Zentrum vorantreiben. Doch der von Bundesministerin Karliczek geplante Standort in Münster in Nordrhein-Westfalen sorgt für Ärger.

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Batterieforschung: Förderung auch für Standorte in Bayern?

Nicht Ulm, sondern Münster soll das neue Zentrum für Batterieforschung in Deutschland werden. Das sorgt für Unmut - unter anderem auch bei Ministerpräsident Markus Söder. Bundesforschungsministerin Karliczek geht nun auf ihre Kritiker zu.

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Im Streit um ein neues Batterieforschungszentrum äußerte sich nun auch Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU). Vor wenigen Tagen hatten die Ministerpräsidenten von Bayern, Baden-Württemberg und Niedersachsen sich in einem Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel beschwert: Darin kritisieren Söder, Kretschmann und Weil die Standortwahl für das Zentrum zur Batteriezellenforschung. Die Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) hatte sich für Münster als Batterieforschungszentrum entschieden - und gegen die anderen möglichen Standorte Ulm, Salzgitter, Karlsruhe und Augsburg.

Stärkung auch der anderen Standorte

Die CDU-Politikerin versucht es nun mit Diplomatie. Der Deutschen Presse-Agentur in Berlin sagte sie: "In der Förderung der Batteriezellenforschung verfolgen wir ein Gesamtkonzept. Darin ist der Bau einer Batteriezellenforschungsfabrik enthalten, aber von Anfang an genauso die Stärkung aller anderen Standorte." Die ersten Gespräche seien vielversprechend gewesen. Ziel solle es sein, dass alle Standorte Gewinner des Wettbewerbs würden, so Kaliczek weiter. Deutschland solle in die Weltspitze der Batterieforschung und -herstellung aufsteigen.

Standort Augsburg: Man wisse noch nichts Konkretes

Wie und in welcher Höhe allerdings die anderen Standorte gefördert werden sollen, ist derzeit noch unklar. Auf Anfrage des Bayerischen Rundfunks am Standort Augsburg hieß es, man wisse "noch nichts Konkretes".

Karliczek sagte, die Reaktionen auf die Entscheidung über eine Batterieforschungsfabrik zeigten, dass die grundsätzliche Bedeutung der Aufgabe mittlerweile von Wirtschaft und Politik erkannt sei. "Ich habe in den vergangenen Tagen viele Gespräche geführt. Ich bin nun zuversichtlicher, dass Bund und Länder, aber auch die Wirtschaft insgesamt, gemeinsam die Herausforderung angehen wollen." Und das sei auch dringend notwendig. Deutschland dürfe bei dieser Technologie nicht in Abhängigkeit von chinesischen Anbietern geraten.