Eine Frau hält ein Handy und eine Kreditkarte in der Hand. Was ist das richtige Zahlungsmittel im Urlaub? (Symbolbild)

Eine Frau hält ein Handy und eine Kreditkarte in der Hand. Was ist das richtige Zahlungsmittel im Urlaub? (Symbolbild)

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    Bargeld, Plastikkarten oder Handy – wie zahlt man im Urlaub?

    Bargeld, Plastikkarten oder Handy – wie zahlt man im Urlaub?

    Bezahlen mit dem Handy wird hierzulande immer beliebter. Doch welche Zahlungsmittel sind in den Urlaubsländern am gängigsten? Sollten Urlauber besser Girocard und Kreditkarte dabei haben - oder doch Bargeld? Die wichtigsten Fragen und Antworten.

    Ist es die Kreditkarte, mit der man eigentlich überall zahlen können sollte - oder doch lieber der Umhängebeutel am Hosenbund mit Scheinen drin? Darauf sollten Sie im Urlaub achten:

    Bargeld für den Notfall

    Urlaubslaune macht leichtsinnig. Das ist ein Grund, warum gerade im Urlaub viele Touristen beklaut werden. Schlecht ist es daher, viel Bargeld mit sich herumzutragen. Andererseits hat es sich bewährt, auch Geldscheine mit ins Ausland zu nehmen. Sascha Straub von der Verbraucherzentrale Bayern erklärt, dass es besser sei, "etwas mehr Bargeld dabei zu haben als es noch vor ein, zwei Jahren der Fall war".

    Schlichtweg um eine Reserve zu haben, die man in die Landeswährung umtauschen könnte im Notfall, wenn die Technik versagt. Allerdings: Größere Bargeldvorräte sollten im Hotelsafe gelagert werden, denn auch im Hotelzimmer ist Bares nicht sicher, so die Verbraucherzentrale.

    Hausratversicherung hilft bei Diebstahl

    Wer seine Unterkunft in einem angemieteten Hotelzimmer oder Ferienhaus hat, und dort durch einen Einbruch Geld abhanden kommt, kann den Schadenfall bei seiner Versicherung melden. Denn ist der Hausstand vorübergehend verlagert, greift die Hausratversicherung, so die Stiftung Warentest.

    Allerdings muss in der Police eine Außenversicherung mit eingeschlossen sein. Zudem sollte der Diebstahl nachweisbar sein.

    Geldumtausch vorher bei Bank anmelden

    Wer noch vor der Abreise Geld umtauschen will, sollte das bei der Hausbank anmelden. Häufig erheben auch die heimischen Banken für diese Dienstleistung Gebühren, die entweder gesondert ausgewiesen werden oder im berechneten Wechselkurs enthalten sind. Zuvor sollte man sich freilich informieren, wie viel Bargeld in das Reiseland überhaupt eingeführt werden darf oder ob das gänzlich verboten ist. Das Auswärtige Amt veröffentlicht dazu die Informationen.

    Beim Tausch von Euro gegen andere Währungen fallen im Ausland eine Kommission sowie eine Wechselgebühr an. Letztere liegt je nach Bank zwischen 2,5 und 4,5 Prozent des Betrags, den man tauscht. Beim Abheben von Geld an einem ausländischen Automaten rät Straub, sich Zeit zu lassen und die Bedingungen genau zu lesen. Nur so kann man sich vor Zusatzrechnungen schützen.

    Bei Plastikgeld und Handy ist Vorsicht geboten

    Kartensysteme können gehackt werden und teilweise wochenlang digitale Kassen außer Gefecht setzen. Ebenso kann auch die Girocard – oft noch immer als EC-Karte bezeichnet - abhanden kommen, oder nicht funktionieren. Gleiches gilt für die Kreditkarte.

    Aber wie unterscheiden sich die Karten? Die Girocard hat seit langem die EC-Karte ersetzt, denn EC steht für Eurocheck. Sie galt einst quasi als Ausweis bei der Scheckausstellung. Die Girocard ist mit dem Maestro-Logo versehen und ist im europäischen Ausland ein gültiges Zahlungsmittel.

    Außerhalb der EU: EC-Karte und Handy freischalten lassen

    Wer außerhalb der EU reisen will, der sollte sich bei seiner Bank informieren, ob die Girocard im Zielland überhaupt gültig ist, zum Teil muss die Karte von der Bank freigeschaltet werden. Gleiches gilt übrigens auch für das Smartphone als Zahlungsmittel, wie Sascha Straub von der Verbraucherzentrale erklärt.

    Für viele gehört das Smartphone als Zahlungsmittel mittlerweile dazu - dort ist die normale Bankkarte oder Kreditkarte hinterlegt - und das Zahlen via Handy ist letztendlich nichts anderes, als mit der Karte zu zahlen. Nichts desto trotz sollten sich Urlauber nicht ausschließlich darauf verlassen - entweder man hat noch die Karte, die dann vorhanden ist oder man hat noch das gute alte Bargeld.

    Egal wohin die Reise geht – grundsätzlich ist ein Mix aus Bar- und Plastikgeld der sicherste Weg.

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