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Euro-Geldscheine

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    Bargeld ist noch lange nicht überflüssig

    Auch wenn Banken und Online-Handel für digitale Bezahl-Systeme werben: Im Alltag zahlen die Deutschen meist mit Bargeld. Der Münchener Konzern G&D, der unter anderem Banknoten druckt, zeigt sich vor dem Jahreswechsel zuversichtlich. Von Stephan Lina

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    Nach Jahrzehnten in München hat Giesecke und Devrient in diesem Jahr seine Banknoten-Druckerei in der Prinzregentenstraße geschlossen und hunderte Stellen gestrichen. Das habe aber nichts mit mangelnder Nachfrage zu tun gehabt, sondern mit den zu hohen Kosten in München, sagt Unternehmenschef Walter Schlebusch. In Zukunft druckt die Firma in Leipzig und im Ausland. Denn die Nachfrage nach Geldscheinen sei nach wie vor hoch und steige in manchen Weltregionen sogar -  trotz des zunehmenden Internethandels, bei dem digital bezahlt wird.

    "Ich habe vor 16 Jahren hier bei Giesecke und Devrient in München angefangen. Und schon damals wurde gesagt, in 10 Jahren ist die Banknote nicht mehr existent. Das hat nicht gestimmt. Und das wird auch in Zukunft nicht stimmen." Walter Schlebusch, Chef von G&D

    Zwar gehe etwa in Skandinavien der Bedarf nach Münzen und Scheinen zurück; die dortige Bevölkerung gilt als besonders aufgeschlossen, was das digitale Bezahlen angeht. Die Deutschen dagegen seien weiterhin Bargeld-Fans, so Schlebusch. Und in den bevölkerungsreichen Schwellenländern sei der Handel noch immer vor allem auf Bares angewiesen, da Bankkonten und Karten-Terminals nur bedingt verbreitet sind.