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Verdi legt Forderungen für Banken-Tarifrunde vor

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Banken-Tarifrunde: Verdi fordert 4,5 Prozent mehr

Bei öffentlichen und privaten Banken stehen für rund 200.000 Beschäftigte die Tarifrunden am. Die Branche steckt mitten im digitalen Umbau. Etliche Arbeitsplätze hat das schon gekostet. Heute stellte die Gewerkschaft Verdi ihre Forderungen vor.

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Von
  • Birgit Harprath

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind nicht nur ein Kostenfaktor – davon geht eine Gewerkschaft wie Verdi natürlich aus. Auch Bankbeschäftigte hätten in der Pandemie viel geleistet. Das soll sich auf ihrem Gehaltskonto auswirken. 4,5 Prozent lautet die Forderung, sowohl bei der Tarifrunde für die privaten Banken als auch bei den öffentlichen Instituten wie Landes- oder Förderbanken.

Anstieg um mindestens 150 Euro gefordert

Die Einkommen sollen aber mindestens um 150 Euro steigen. Das nennt sich soziale Komponente. Auch bei Banken gibt es die, die nur wenig verdienen. So stellt sich Verdi bei der Vergütung der Auszubildenden 150 Euro mehr im Monat vor. Die Antwort des Gegenübers folgte prompt: unrealistisch angesichts des hohen Kostendrucks in der Branche. So sieht es der Verband privater Banken.

Wunsch nach erweiterten Homeoffice-Lösungen

Aber der Forderungskatalog von Verdi ist noch länger. Homeoffice ist auch bei den Geldhäusern im Vormarsch. Dem will sich die Gewerkschaft nicht entgegenstellen. Bis zu 60 Prozent ihrer Arbeitszeit sollen Mitarbeiter – wenn sie wollen – von zu Hause oder unterwegs aus arbeiten dürfen. Und weil der Arbeitgeber dann weniger Miete zahlt, soll das Gesparte zum Teil dem Personal zu Gute kommen.1.500 Euro für die Erstausstattung schwebt Verdi da vor. Auch über Arbeits- und Datenschutz müsse geredet werden.

Sparkassen verhandeln separat

Nächste Woche beginnen die ersten Gespräche am Verhandlungstisch. Die Sparkassen sitzen dort in Bayern nicht mit am Tisch. Für sie wird in den Tarifrunden für den öffentlichen Dienst mit verhandelt.

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