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Achivbild. Bahnmitarbeiter blickt auf einen ausfahrenden ICE im Berliner Hauptbahnhof

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    Bahn und Gewerkschaft EVG einigen sich auf leichte Lohnerhöhung

    Einigung bei den Tarifverhandlungen der Deutschen Bahn: Trotz Corona-Krise und Milliardeneinbußen sollen die Beschäftigten etwas mehr Geld bekommen. Die Lohn- und Gehaltssteigerungen dürften geringer ausfallen als in den Jahren zuvor.

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    • BR24 Redaktion

    Die Verantwortlichen von Deutschen Bahn AG und der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG), der größten Bahngewerkschaft, nennen es moderate Lohnerhöhungen. Bei den Verhandlungen hatten sich beide Seiten auf einen Korridor von 0,5 bis 1,5 Prozent mehr Lohn geeinigt. Zuletzt hatte die EVG 1,5 Prozent mehr Geld für die Beschäftigten gefordert. Was genau herausgekommen ist, wollten die Verhandlungspartner heute noch nicht sagen. Sie kündigten Details über das Ergebnis für die unterschiedlichen Tarifgruppen für den Freitagvormittag an.

    "Unser Tarifvertrag schützt die Beschäftigten bei der DB AG bis Anfang 2023 vor den Auswirkungen der Corona-Pandemie. Genau das war unser Ziel", hieß es in einer Mitteilung des designierten EVG-Vorsitzenden, Klaus-Dieter Hommel.

    Die Deutsche Bahn nennt die Einigung laut einer Mitteilung am Abend einen "ausgewogenen Abschluss". Personalvorstand Martin Seiler teilte mit: "Die Einigung ist in Zeiten von Stellenabbau oder Kurzarbeit in der deutschen Wirtschaft ein gemeinsames Signal der Verantwortung."

    Keine betriebsbedingten Kündigungen in den nächsten Jahren

    Das Tarifpaket schließt der EVG zufolge betriebsbedingte Kündigungen für die gesamte Laufzeit aus. Zudem hätten Beschäftigte mit Kindern die Möglichkeit, sich bis zu 50 Tage für die Betreuung freistellen zu lassen. 100 Tage sind es demnach für alleinerziehende Mitarbeiter.

    Bei den aufgrund der Corona-Krise vorgezogenen Tarifverhandlungen ging es auch um die Frage, wie bis 2024 rund zwei Milliarden Euro beim Personal eingespart werden sollen, ohne die Einstellungsoffensive der Deutschen Bahn zu gefährden.

    Bahn stellt weiter Beschäftigte ein

    Im Mai hatten Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU), der Vorstand der bundeseigenen DB AG, die EVG und der Konzernbetriebsrat im "Bündnis für unsere Bahn" vereinbart, es solle keinen Stellenabbau geben und auch kein Ende der laufenden Einstellungen. Allein in diesem Jahr will die Bahn 25.000 neue Mitarbeiter gewinnen. Für rund 21.000 wurde der Bahn zufolge bereits eine Jobzusage ausgesprochen.

    Fahrgasteinbruch durch Corona bringt Milliardenverlust

    Allerdings hat der Konzern in der Corona-Krise milliardenschwere Einbußen eingefahren, die zum Teil vom Bund ausgeglichen werden. Doch muss das Unternehmen auch Kosten senken.

    Entsprechend gering wird nun die Erhöhung der Löhne und Gehälter ausfallen. Die Gewerkschaftsgremien hatten vergangene Woche 1,5 Prozent mehr Lohn gefordert und damit das obere Ende einer Spanne, auf die sich beide Seiten zuvor verständigt hatten. Bei den letzten Tarifverhandlungen vor zwei Jahren hatte die Gewerkschaft eine Gehaltserhöhung in zwei Stufen von 3,5 Prozent und 2,6 Prozent erreicht. Nun dürfte der Sprung deutlich kleiner ausfallen.

    Einigung mit der Lokführer-Gewerkschaft steht noch aus

    Es ist noch nicht klar, ob sich die Bahn AG mit der kleineren aber schlagkräftigen Lokführer-Gewerkschaft GDL auch einigt. Insgesamt hat die Deutsche Bahn in mehr als 60 Berufen knapp 215.000 Mitarbeiter.

    Offen bleibt, ob es auch ein Tarifpaket mit der Lokführer-Gewerkschaft GDL gibt. Die Bahn beschäftigt allein in Deutschland knapp 215.000 Mitarbeiter.

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