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Bahn-Tarifverhandlungen gehen in die entscheidende Runde | BR24

© picture alliance / Daniel Kalker

ICE im Bahnhof

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    Bahn-Tarifverhandlungen gehen in die entscheidende Runde

    Seit 2016 hatten Bahn-Reisende keine Streiks mehr zu befürchten. Zwei Jahre lang galten die Tarifverträge, welche die Bahn AG mit den beiden Gewerkschaften EVG und GDL ausgehandelt hatte. Doch jetzt steht alles auf dem Prüfstand.

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    Unter dem Motto "Mehr für alle" stehen die Verhandlungen, welche die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG für 160.000 Mitarbeiter der Bahn AG in Deutschland führt. Auch Tochtergesellschaften wie DB Systel, Service oder DB Sicherheit gehören dazu und Busfahrer.

    GDL als gefürchteter Gewerkschaftsvertreter wieder mit am Verhandlungstisch

    Bei den 36.000 Mitarbeitern des Zugpersonals sitzt die Lokführergewerkschaft GDL mit am Verhandlungstisch. 37 Einzelforderungen stehen im Raum- von Arbeitszeit, Ausbildung und betrieblicher Altersvorsorge bis Mietkostenzuschuss und Mindesturlaub.

    Angebot zur Wahlfreiheit der Bahn-Mitarbeiter

    Strittig ist vor allem, inwieweit so genannte Reisezeiten zum Arbeitseinsatz bereits als bezahlte Arbeitszeit gelten. Zum Thema Digitalisierung soll ein Vertrag "Arbeit 4.0" ausgehandelt werden. Mit dem neuen Wahlmodell können Bahnbeschäftigte seit 2018 wählen, ob sie einen Teil von Tariferhöhungen lieber als Geld ausbezahlt oder als freie Zeit in Anspruch nehmen wollen. Das ist vor allem für ältere Arbeitnehmer interessant. Die Bahn AG äußert sich noch nicht zu einzelnen Forderungen der Gewerkschaften.

    Personaloffensive bei der Bahn offenbar geplant

    Unterdessen wurde auch bekannt, dass die Deutsche Bahn im kommenden Jahr 20.000 neue Mitarbeiter einstellen will Gründe dafür sind die Probleme bei Pünktlichkeit und Fahrzeugwartung. Mehr Mitarbeiter sollen diese Schwierigkeiten beheben. Darüber hinaus ist das Personal der Deutschen Bahn stark überaltert: Fast die Hälfte der gegenwärtig 200.000 Beschäftigten wird das Unternehmen in den nächsten zehn bis zwölf Jahren aus Altersgründen verlassen. Bereits in diesem Jahr wurden bis jetzt über 18.000 neue Stellen geschaffen.

    Sendung

    B5 Wirtschaft und Börse

    Von
    • Felix Lincke
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