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Bahn investiert 436 Millionen Euro in bayerischen Nahverkehr | BR24

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Bayerns Schienennetz bekommt eine Generalüberholung. Die Deutsche Bahn will innerhalb der nächsten zehn Jahre aus,- und neu bauen und umfassend modernisieren.

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Bahn investiert 436 Millionen Euro in bayerischen Nahverkehr

Damit Bahnfahren auf regionalen Strecken attraktiv bleibt – oder wird, gibt die Bahn in den kommenden Jahren viel Geld für zahlreiche kleinere Maßnahmen aus. Bahnhöfe sollen gebaut, Strecken elektrifiziert und Barrierefreiheit soll geschaffen werden.

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Die Bahn wird in den kommenden zehn Jahren einen dreistelligen Millionenbetrag in die Nahverkehrsstrecken in Bayern investieren. Insgesamt 436 Millionen Euro sollen für meist kleinere Maßnahmen ausgegeben werden.

Bahnhöfe, Barrierefreiheit, Elektrifizierung und Streckenertüchtigung

Konkret wird dabei beispielsweise der Neubau einzelner Bahnhöfe genannt wie der Festlandbahnhof in Lindau, die Station Heidingsfeld-Ost in Würzburg, die Walhallastraße in Regensburg und eine Haltestelle der Paartalbahn in Brunnen zwischen Ingolstadt und Augsburg. Aufgeführt werden auch Maßnahmen zur Barrierefreiheit, die unter anderem in Senden, Marktoberdorf und Seefeld-Hechendorf umgesetzt werden sollen.

Hinzu kommen Elektrifizierungsmaßnahmen auf den Strecken Wasserburg – Ebersberg, Pfronten - Steinach - Landesgrenze Tirol und dem zweiten Gleis auf dem Damm zur Insel Lindau.

Außerdem führt die Bahn Streckenertüchtigungen auf, damit Anschlüsse besser funktionieren. Konkret werden Strecken der folgenden Bahnen genannt: Rottalbahn, Gäubodenbahn, Gräfenbergbahn, Aischgrundbahn, Paartalbahn und das Oberlandnetz, also Strecken nach Bayrischzell und Lenggries.

Verkehrsministerin: eine atmende Liste und ein regionaler Stundentakt

Bayerns Verkehrsministerin Kerstin Schreyer spricht dabei von einer atmenden Liste. Oftmals sei es so, dass vor Ort andere Ideen entstünden, als das, was vorher festgelegt wurde. Manchmal gebe es auch Klagen.

"Und genau deswegen ist es atmend. Wir haben ein paar Projekte exemplarisch und dann ist der Punkt, wenn etwas rausfällt, wir sofort etwas anderes nachziehen. Denn ein Ziel ist es ja, das Geld dann auch auszugeben für die Bürgerinnen und Bürger." Kerstin Schreyer, Verkehrsministerin

Ziel sei es, so Schreyer, auf einen Stundentakt bei öffentlichen Verkehrsmitteln auch in ländlichen Gegenden hinzuarbeiten. Der Ausbau stütze zusätzlich, gerade auch in Corona-Zeiten, die Bauindustrie im Land.

Pofalla: Viele Kleinmaßnahmen sorgen für Stabilität im Bahnnetz

Bahnvorstand Ronald Pofalla betonte, dass viele Kleinmaßnahmen für die Netzstabilität im System der Bahn wichtig seien:

"Die Gesamtstabilität des Netzes hängt häufig von unglaublich kleinen Maßnahmen ab. Und die Förderung, die wir jetzt vornehmen, hat genau mit dieser Erkenntnis zu tun. Wir brauchen Stabilität auch in entlegenen Regionen und wir müssen durch Kleinstmaßnahmen die Qualität des Gesamtnetzes erhöhen." Ronald Pofalla, Bahnvorstand

Da könne schon ein versetztes Signal oder eine neue Weiche bewirken, dass Anschlüsse besser klappen. Für alle Bahnkunden bedeute das bessere Verbindungen zwischen Stadt und Land sowie in den Ballungsräumen. Damit mache der Konzern das Bahnfahren attraktiver und schaffe die Voraussetzung für die dringend benötigte Verkehrswende.

86 Milliarden Euro fürs Bahnfahren

Insgesamt verbaut die Bahn in Bayern dieses Jahr 1,7 Milliarden Euro - den Löwenanteil davon allerdings bei den Großprojekten. Deutschlandweit kommen in den kommenden Jahren, Angaben der Bahn zufolge, mehr als 86 Milliarden Euro zusammen.

© BR/Anton Rauch

Damit Bahnfahren auf regionalen Strecken attraktiv bleibt – oder wird, gibt die Bahn in den kommenden Jahren viel Geld für zahlreiche kleinere Maßnahmen aus. Es sollen Bahnhöfe gebaut, Barrierefreiheit geschaffen und Strecken elektrifiziert werden.

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