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Bafin: Deutschland soll kein "Geldwäsche-Paradies" mehr sein | BR24

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Ob Drogenumsätze oder Schwarzgeld: Deutschland galt lange Zeit als "Geldwäsche-Paradies". Die Finanzaufsicht Bafin will dagegen nun stärker vorgehen - und nimmt bereits mehr Finanzinstitute ins Visier.

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Bafin: Deutschland soll kein "Geldwäsche-Paradies" mehr sein

Ob Drogenumsätze oder Schwarzgeld: Deutschland galt lange Zeit als "Geldwäsche-Paradies". Die Finanzaufsicht Bafin will dagegen nun stärker vorgehen - und nimmt bereits mehr Finanzinstitute ins Visier.

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Von
  • Felix Lincke

Die Bedrohungslage sei weiterhin hoch, aber wenn man Deutschland tatsächlich für ein Geldwäsche-Paradies halte - dann werde es zunehmend ungemütlich in diesem Paradies. Das versprach der zuständige Bafin-Exekutivdirektor Thorsten Pötzsch in der Börsen-Zeitung. Vor einem Jahr hatte Pötzsch die Intensivbetreuung von Banken bekannt gegeben, bei denen Geldwäsche vermehrt vorkommt.

Mehr Kreditinstitute werden kontrolliert

Die Zahl der besonders kontrollierten Institute sei in den vergangenen Monaten um fünf auf 30 gestiegen. Experten fordern eine internationale Bekämpfung, weil ein Großteil der verdächtigen Zahlungen über Ländergrenzen hinweg stattfindet. Pötzsch hofft, dass die geplante europäische Anti-Geldwäsche-Behörde 2023 ihre Arbeit aufnimmt.

Außerdem helfe die Digitalisierung, Datenabfragen bei Banken in ganz Europa sind einfacher geworden. In Deutschland wurde zudem die Strafbarkeit von Geldwäsche verschärft, so dass Banken sich leichter der Beihilfe schuldig machen. Seitdem gehen bei der Bafin und bei der Financial Intelligence Unit FIU so viele Meldungen ein, dass die bereits Schwierigkeiten hat, allen Hinweisen auch nachzugehen.