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Audi-Werk in Ingolstadt
© pa/dpa/Manfred Segerer
© pa/dpa/Manfred Segerer

Audi-Werk in Ingolstadt

Wenn aus Ungarn keine Motoren mehr geliefert werden, dann haben die Mitarbeiter in Ingolstadt ein Problem: Sie können nicht weiterproduzieren. Der Ausstand bei Audi Hungaria mit rund 13.000 Beschäftigten läuft schon seit Donnerstag – jetzt gehen dem Autobauer im Ingolstädter Werk die Motoren aus. Geliefert werden sie nämlich "Just in Time" – eine große Lagerhaltung gibt es nicht.

Zwei Tage Zwangspause bei Audi Ingolstadt

Die Mitarbeiter in Ingolstadt haben deshalb jetzt drei Tage Zwangspause. Geregelt ist das in einer Betriebsvereinbarung. Aus ihrem Zeitkonto müssen sie 60 Prozent entnehmen, um nicht unbezahlte Freizeit zu haben. Audi übernimmt auf eigene Kosten den Rest.

Eine Woche Streik bei Audi Hungaria

Gestreikt wird in Ungarn laut Gewerkschaft für eine Woche. Sie fordert 18 Prozent mehr für die Mitarbeiter im Motorenwerk. Die Bezahlung solle dadurch an den Stand in anderen Werken in Mittel- und Osteuropa angepasst werden.

Audi Hungaria ist einer der großen Motorenspezialisten und beliefert auch andere Werke wie die der Mutter Volkswagen. Ob der Streik sich auch dort auswirken wird, ist noch nicht bekannt.