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Bad Neustadt: Hauptversammlung der Rhön-Klinikum AG | BR24

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In der Stadthalle von Bad Neustadt lädt die Rhön Klinikum AG zur Hauptversammlung. 239 Aktionäre werden erwartet und die dürften zufrieden sein: Die Zahl der Patienten ist erneut gestiegen. In Zukunft soll vor allem die Telemedizin ausgebaut werden.

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Bad Neustadt: Hauptversammlung der Rhön-Klinikum AG

In der Stadthalle von Bad Neustadt lädt die Rhön Klinikum AG zur Hauptversammlung. 239 Aktionäre werden erwartet und die dürften zufrieden sein: Die Zahl der Patienten ist erneut gestiegen. In Zukunft soll vor allem die Telemedizin ausgebaut werden.

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Bei der Hauptversammlung ab 10 Uhr wird unter anderem entschieden, wie der Bilanzgewinn in Höhe von gut 189 Millionen Euro verwendet wird. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, dass ein Betrag von gut 19 Millionen Euro an die Aktionäre ausgeschüttet wird - und zwar mit 29 Cent pro dividendenberechtigter Stückaktie.

Rhön-Klinikum: Patientenzahlen erneut gesteigert

In den vergangenen vier Jahren hat die Rhön-Klinikum AG als einer der größten Klinikbetreiber Deutschlands die Patientenzahlen steigern können. Im Geschäftsjahr 2018 waren es 850.147 Patienten, das entspricht einer Steigerung von 1,6 Prozent. Auch die Zahl der Mitarbeiter ist gestiegen, von 16.700 auf nun knapp 17.000 am Stammsitz in Bad Neustadt und vier weiteren Standorten.

Telemedizin auf dem Vormarsch

Künftig will die Rhön-Klinikum AG ihre Aktivitäten in den Bereichen Digitalisierung und Telemedizin weiter ausbauen. So plant der Konzern ein Joint Venture mit dem Schweizer Telemedizin-Anbieter Medgate. Bis Mitte 2019 soll das Unternehmen "Medgate Deutschland" gegründet werden und bundesweit digitale Arztbesuche per Video, Telefon und Smartphone-App anbieten. Hintergrund der Telemedizin-Initiative ist der wachsende Ärztemangel in ländlichen Gebieten. In einer Pressemitteilung der Rhön Klinikum AG heißt es dazu:

"Die Telemedizin wird ein neuer, wichtiger Baustein für die Komplettierung des Campus-Konzepts. Aufgrund der Erfahrungen aus dem Ausland rechnen wir damit, dass zukünftig ca. 30 Prozent der ambulanten Patientenfälle bereits über Telemedizin patientengerecht versorgt werden können." Stephan Holzinger, Vorstandsvorsitzender Rhön Klinikum AG

Klinikbetreiber investiert in Digitalisierung

Vor kurzem hat sich die Rhön-Klinikum AG außerdem in das Hamburger Software-Unternehmen Tiplu eingekauft. Die Tiplu GmbH entwickelt spezielle EDV-Programme für Krankenhäuser. Die Software kann aus Krankenhaus-Dokumenten herauslesen, welche Leistungen erbracht wurden und wie diese abgerechnet werden müssen. So können zum Beispiel Arztbriefe, Laborbefunde oder OP-Dokumentation direkt von der Software gelesen und bearbeitet werden.