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Autozulieferer Schaeffler bleibt vorsichtig | BR24

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Die deutsche Autoindustrie steht unter Druck. Das geht auch an dem fränkischen Auto- und Industriezulieferer Schaeffler nicht spurlos vorüber. Das Unternehmen rechnet erst nach dem kommenden Jahr mit einer Rückkehr zum Vorkrisenniveau.

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Autozulieferer Schaeffler bleibt vorsichtig

Die deutsche Autoindustrie steht unter Druck. Das geht auch an dem fränkischen Auto- und Industriezulieferer Schaeffler nicht spurlos vorüber. Das Unternehmen rechnet erst nach dem kommenden Jahr mit einer Rückkehr zum Vorkrisenniveau.

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Von
  • Nicole Schmitt

Heute hat Schaefller seine Zahlen für das vergangene Geschäftsjahr vorgelegt. Die Zahlen zeigen: Vor allem dank des vierten Quartals ist der Umsatzschwund nicht so stark ausgefallen wie befürchtet. Doch ist das offensichtlich kein Grund zur Entwarnung. Unter dem Strich steht ein Konzernverlust von 424 Millionen Euro.

Erzwungene Ruhe in Herzogenaurach

Normalerweise kommen durch die Werkstore von Schaeffler in Herzogenaurach täglich etwa 10.000 Beschäftigte. Davon aber ist man momentan weit entfernt. Auch bei dem fränkischen Auto- und Industriezulieferer sind coronabedingt Kurzarbeit und Homeoffice angesagt. Das Jahr 2020 sei von großen Unsicherheiten geprägt gewesen, sagt der Vorstandsvorsitzende Klaus Rosenfeld. Dennoch sei man mit einem Umsatzrückgang von 10,4 Prozent noch relativ gut durch die Krise gekommen.

Autozulieferer setzt auf alternative Antriebe

Um weiter wettbewerbsfähig zu bleiben, will die Schaeffler Gruppe künftig auf die Zukunftsfelder E-Mobilität und Wasserstoff setzen. Dafür wird am Firmensitz in Herzogenaurach ein neues Zentrallabor für 80 Millionen Euro gebaut. Außerdem hat sich das Unternehmen ein striktes Umstrukturierungsprogramm auferlegt. Das beinhaltet die Schließung mehrerer Standorte.

Arbeitsplatzabbau geht weiter

Von den weltweit 84.000 Arbeitsplätzen sollen rund 4.400 abgebaut werden – viele davon in Deutschland. Das wirtschaftliche Umfeld bleibe weiter herausfordernd, mit dem Erreichen des Vorkrisenniveaus rechne man deshalb erst nach 2022, heißt es aus dem Unternehmen. Für dieses Jahr erwartet der Vorstand ein währungsbereinigtes Umsatzplus von mehr als sieben Prozent. Das reicht aber nicht aus, um den Rückgang von 10,4 Prozent auf 12,6 Milliarden Euro im vergangenen Jahr wieder auszugleichen. Bei der Gewinnmarge peilt Schaeffler für das laufende Jahr sechs bis acht Prozent vor Sondereffekten an.

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