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Autozulieferer Leoni macht schon wieder Minus | BR24

© BR/Stanislaus Kossakowski

Der Nürnberger Autozulieferer Leoni ist im dritten Quartal 2019 erneut ins Minus gerutscht. Das SDax-notierte Unternehmen nennt dafür mehrere Gründe, unter anderem höhere Lohnkosten in Osteuropa.

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Autozulieferer Leoni macht schon wieder Minus

Der angeschlagene Autozulieferer Leoni kommt nicht aus dem Keller heraus. Im dritten Quartal verbuchte der Nürnberger Konzern erneut ein dickes Minus. Gründe dafür gibt es viele.

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Leoni steckt weiterhin tief in den roten Zahlen. Wie das Unternehmen am Mittwoch (13.11.19) mitteilte, sorgten die andauernde Schwäche der Autoindustrie und das laufende Kostensparprogramm des Konzerns im dritten Quartal für ein Minus von 88 Millionen Euro. Damit hat Leoni fast vier Mal so viel Verlust gemacht wie im Vergleichszeitraum 2018. Im dritten Quartal 2018 lag der Fehlbetrag noch bei 23 Millionen Euro.

Auch der Umsatz ist gesunken

Der Umsatz sank auf 1,15 Milliarden Euro. Leoni führt das in erster Linie auf die schwächere Nachfrage zurück. Im dritten Quartal des Vorjahres verzeichnete das SDax-Unternehmen noch einen Umsatz von 1,21 Milliarden Euro. Für das Gesamtjahr erwartet der Leoni-Vorstandsvorsitzende Aldo Kamper, dass der Umsatz „moderat unter dem Vorjahr liegen wird“.

Höhere Lohnkosten und Sparprogramm

Leoni sieht eine Menge Gründe dafür, dass der Konzern nicht aus den roten Zahlen herauskommt. Der Hersteller von Kabeln und Bordnetzen nannte in seinem Quartalsbericht ein ganzes Bündel von Negativeinflüssen. Neben der schwächeren Nachfrage seien dies höhere Lohnkosten, insbesondere in Osteuropa, aber auch eine operative Belastung durch die Umsetzung des 120 Millionen Euro schweren Sparprogramms „Value 21“, das sich Leoni selbst verschrieben hat.

Leoni will Kabelsparte verkaufen

Das Sparprogramm laufe planmäßig, berichtet Konzernchef Kamper. Eine Auswirkung sei jedoch die hohen Kosten von 34 Millionen Euro in der Bordnetzsparte. Die geplante Ausgliederung der Kabelsparte werde „mit der gebotenen Sorgfalt“ vorangetrieben, beteuert Kamper. Leoni will seine Kabelsparte im Geschäftsjahr 2020 verkaufen.