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Aluminiumgussteile in der Fertigung: Der Amberger Automobilzulieferer Auer Guss hat Insolvenzantrag gestellt.
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Uli Scherr
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Aluminiumgussteile in der Fertigung: Der Amberger Automobilzulieferer Auer Guss hat Insolvenzantrag gestellt.

Der Druckguss-Spezialist Auer Guss in Amberg hat Insolvenzantrag gestellt. Der Gießereibetrieb soll zunächst fortgeführt werden. Auch die Löhne und Gehälter der rund 170 Mitarbeiter an den drei Standorten in Amberg und in Tschechien sind über das Insolvenzgeld für zumindest drei Monate gesichert, wie der Regensburger Anwalt Hubert Ampferl mitteilt. Er wurde vom Amtsgericht Amberg als vorläufiger Insolvenzverwalter bestellt.

Hohe Kosten und Investitionen belasten das Ergebnis

Die Mitarbeiter in Amberg sollten am Mittwoch in einer Betriebsversammlung über die aktuelle Lage im Unternehmen informiert werden. Nach Auskunft des Insolvenzverwalters hatte Auer Guss zuletzt mit Auftragsstornierungen zu kämpfen. Außerdem hätten hohe Einmalkosten und Investitionen das Unternehmensergebnis gedrückt.

Auer Guss stellt an seinen Standorten in Amberg und im tschechischen Asch unter anderem Druckgussteile aus Aluminium und Magnesium für die Autoindustrie her. "Wir werden weiterhin alle Aufträge und auch neue Bestellungen in der gewohnten Zuverlässigkeit und Qualität ausführen", sagte Insolvenzverwalter Ampferl. In den kommenden Wochen würden alle Sanierungsoptionen geprüft.

Der Köpa-Saniererer soll helfen

Rechtsanwalt Ampferl gilt als Sanierungsexperte und hat in der Vergangenheit zahlreiche Insolvenzen gemanagt, unter anderem die Pleite der Großbäckerei Müller im Jahr 2012. Zuletzt war er als Insolvenzverwalter bei der Köpa Fleischwaren GmbH in Passau tätig.