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Ein neues Auto stand im Corona-Jahr 2020 für viele in Deutschland nicht ganz oben auf der Agenda. Bundesweit sind deshalb etwa ein Fünftel weniger Autos verkauft worden als 2019. Einen Boom gibt es allerdings bei den E-Autos.

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Autoverkäufe brechen ein - E-Auto-Anteil legt deutlich zu

Ein neues Auto stand im Corona-Jahr 2020 für viele in Deutschland nicht ganz oben auf der Agenda. Bundesweit sind deshalb etwa ein Fünftel weniger Autos verkauft worden als 2019. Einen Boom gab es allerdings bei den E-Autos.

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Von
  • Johannes Lenz
  • Jürgen Seitz

Weniger neuzugelassene Autos im vergangenen Jahr als 2019, aber dafür ein Trend: Jeder vierte Neuwagen hatte 2020 einen alternativen Antrieb, fährt also mindestens zeitweise mit Elektromotor oder wird durch eine Brennstoffzelle, Gas oder Wasserstoff angetrieben.

Kaufanreiz für E-Autos scheint zu wirken

Auch mehr reine E-Autos sind auf Deutschlands Straßen unterwegs: Aufgrund der Kaufprämien von bis zu 9.000 Euro haben sich drei mal so viele Käufer für ein Auto mit Elektromotor entschieden als im Vorjahr.

Allerdings relativiert sich dieser Befund, betrachtet man die absoluten Zahlen. Von 136.617 zugelassenen E-Fahrzeugen zu Jahresbeginn vergrößerte sich diese Basis zwar enorm auf rund 300.000 im Dezember 2020. Im Vergleich zu 46,6 Millionen Benziner und Dieselfahrzeugen ist dies laut Kraftfahrtbundesamt allerdings immer noch ein geringer Anteil von 6,7 Prozent.

E-Autotrend kann Einbruch bei Verbrenner nicht kompensieren

Während also alternative Antriebe deutlich zulegen, hat die Automobilindustrie in der Corona-Krise sehr viel weniger Verbrenner verkauft: Laut dem Kraftfahrtbundesamt ist der Automarkt in Deutschland im vergangenen Jahr deutlich um knapp 20 Prozent eingebrochen. Erst im Dezember war der Markt wieder im Plus: Über 300.000 neu zugelassene Pkw, etwa 10 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.

Fazit: Geschlossene Grenzen, unterbrochene Lieferketten und zurückhaltende Autokäuferinnen und Autokäufer haben das Geschäft ausgebremst. Die danach einsetzende Erholung und der E-Auto-Trend konnten den Einbruch bisher nicht kompensieren.