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LKW-Bauer MAN setzt auf Elektromobilität | BR24

© BR/Gabriel Wirth

MAN hat sich auf seiner Hauptversammlung zu seinen Zukunftsstrategien geäußert: Elektromobilität steht ganz oben auf der Agenda. Der Nutzfahrzeughersteller hat nichts gegen schärfere CO2-Richtlinien, fordert dafür aber einiges von der Politik.

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LKW-Bauer MAN setzt auf Elektromobilität

MAN hat sich auf seiner Hauptversammlung zu seinen Zukunftsstrategien geäußert: Elektromobilität steht ganz oben auf der Agenda. Der Nutzfahrzeughersteller hat nichts gegen schärfere CO2-Richtlinien, fordert dafür aber einiges von der Politik.

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Die Zukunft des Waren- und Personenverkehrs in der Stadt ist elektrisch, davon ist der Vorstandschef von MAN, Joachim Drees, überzeugt. Seinen Worten nach bietet der LKW- und Bushersteller dafür auch die passenden Fahrzeuge.

MAN-Chef vermisst politische Unterstützung bei Elektro-LKW

Auch hat er nichts gegen schärfere CO2 Regeln für Nutzfahrzeuge. Allerdings vermisst er die politische Unterstützung, wie er auf der Hauptversammlung beklagte.

"Eine stärkere Marktakzeptanz von alternativ angetriebenen LKW setzt entsprechende Rahmenbedingungen voraus, die bis heute vollständig fehlen. So können wir heute schwere Elektro-LKW nicht einmal als Serienfahrzeuge zulassen." Joachim Drees, Vorstandschef von MAN

Seinen Worten nach können sich die Regulierer nicht einmal auf einheitliche Testparameter verständigen.

Kritik von Aktionärsschützern

Heftige Kritik gab es auch von Aktionärsschützern wie Daniela Bergdolt von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz. Sie kritisierte aber nicht die Politik, sondern vielmehr die Geschäftsleitung und den Großaktionär VW. Dessen LKW-Tochter Traton SE hält mittlerweile 95 Prozent an MAN.

"Man hat den Münchner LKW-Hersteller ausgeschlachtet, wertvolle Teile unter Marktpreis an VW abgegeben und behandelt die MAN-Kleinaktionäre schäbig." Daniela Bergdolt, Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz

Die Autoindustrie ist mitten im Umbruch: Neben der Elektromobiliät gehörten deshalb auch autonomes Fahren und Digitalisierung auf der Hauptversammlung am Stammsitz in München zu den Kernthemen.