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Autobranche im Umbruch: Gipfel im Kanzleramt sucht Antworten | BR24

© BR / Birgit Harprath

Wie dem Strukturwandel in der Autoindustrie begegnen

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Autobranche im Umbruch: Gipfel im Kanzleramt sucht Antworten

Der Strukturwandel in der Autoindustrie dürfte auch zu einem Stellenabbau führen. Auf einem kleinen Autogipfel in Berlin will die Regierung mit der Industrie, den Arbeitgeberverbänden und Gewerkschaften darüber reden, was jetzt getan werden kann.

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Bundesregierung und Wirtschaft kommen heute im Kanzleramt zu einem Spitzentreffen zum schwierigen Umbruch in der Autoindustrie zusammen.

Neue Anforderungen an die Beschäftigten

Einer der wichtigsten Punkte bei dem zweistündigen Gespräch mit Kanzleramtsminister Helge Braun dürfte die Qualifizierung der Beschäftigten sein. Denn wer vor Jahrzehnten Mechatroniker gelernt hat, der dürfte sich ohne zusätzliche Schulung künftig schwer tun bei der Jobsuche. Hier wollen alle Beteiligten am kleinen Autogipfel ansetzen. Auch Bundesarbeitsminister Hubertus Heil räumt der Weiterbildung oberste Priorität ein:

"Das Ziel muss sein, dass wir dafür sorgen, dass die Beschäftigten von heute die Arbeit von morgen machen können. Das trifft den technologischen Wandel, der neue Anforderungen mit sich bringt, das betrifft aber auch die konjunkturelle Situation." Hubertus Heil, Bundesarbeitsminister

Kurzarbeit nimmt zu

Damit spricht der Minister die Kurzarbeit an. Immer mehr Firmen in der Autobranche beantragen sie, weil sie nicht mehr genügend Aufträge bekommen. Wie schon in der Wirtschaftskrise will Heil das Instrument für die Qualifikation nutzen. Der Staat würde den Firmen finanziell unter die Arme greifen, wenn sie ihre Beschäftigten bei Kurzarbeit auf Kurse schicken. Und das nicht nur, wenn die Konjunktur lahmt.

Qualifizierungschancen fördern

Auch ein Umbau wie in der Autobranche könnte ins Regelwerk aufgenommen werden. Nachgedacht wird in Berlin auch darüber, das sogenannte Qualifizierungschancengesetz auszubauen. Künftig soll es Zuschüsse auch für die Firmen geben, die Mitarbeiter halten, statt ihnen zu kündigen. Die könnten sich dann weiterbilden. Die Bundesagentur für Arbeit soll mit ihren Finanztöpfen einen Großteil der Kosten abfangen. Auch auf Länderebene laufen jetzt schon Programme zur Weiterbildung im Strukturwandel. So stellt Bayern 70 Millionen Euro für die Qualifikation von 50.000 Beschäftigten zur Verfügung.

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