BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite

NEU

Autobranche fordert: Verkaufsräume wieder rasch öffnen | BR24

© picture-alliance Sven Simon

Volkswagen,VW Automobile stehen auf Halde und warten auf Abnehmer.

3
Per Mail sharen

    Autobranche fordert: Verkaufsräume wieder rasch öffnen

    In einer gemeinsamen Pressemitteilung haben verschiedene Verbände der Autobranche eine rasche Öffnung der Autohäuser gefordert. Die Lage von Herstellern, Zulieferern und Händlern werde durch die Corona-Krise immer bedrohlicher.

    3
    Per Mail sharen

    Der Verband der Automobilindustrie (VDA), der Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK), der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) fordern zusammen mit der IG-Metall, dass der stationäre Verkauf von Automobilen an Endkunden schnellstmöglich wieder erlaubt wird. In einem Schreiben an Bundeskanzlerin Angela Merkel weist die Branche auf die immer bedrohlicher werdende Situation bei Herstellern, Zulieferern und im Handel hin. Das gemeinsame Anliegen sei es, die wirtschaftlichen Aktivitäten so schnell wie gesundheitlich verantwortbar wieder hochzufahren.

    Autobranche leidet unter der Coronakrise

    Wie in vielen Ländern der Welt haben auch in Deutschland die großen Autobauer ihre Produktion heruntergefahren. Neben der Gesundheit der Beschäftigten wird auch immer wieder die mangelnde Nachfrage als Grund für den Produktionsstopp genannt. Die Händler mussten im Zuge der Ausgangsbeschränkungen ihre Showrooms schließen. Zigtausende Fahrzeuge stehen auf den Betriebshöfen des KfZ-Gewerbes. Derzeit versuchen viele, die Geschäfte via Telefon und Internet am Laufen zu halten. Die Branche leidet zudem darunter, dass viele Zulassungsstellen zum Teil geschlossen haben. Neuzulassungen sind so deutlich schwieriger. Noch mehr Fahrzeuge könnten die Betriebe nicht aufnehmen, heißt es.

    Insolvenzen vermeiden

    Die Branche ruft deshalb die Bundesregierung auf, schnellstmöglich und in Abstimmung mit den Gesundheitsbehörden und den Bundesländern den stationären Verkauf von Kraftfahrzeugen an Endkunden nach dem nächsten Treffen mit den Ministerpräsidenten der Länder wieder zu erlauben. Nach Meinung der Branchenverbände und der IG-Metall ließe sich das Risiko der Insolvenz einer Vielzahl von Unternehmen minimieren.

    In dem Schreiben verspricht die Branche zudem, den Infektionsschutz von Kunden und Mitarbeitern zu gewährleisten. Es wird darauf verwiesen, dass es im Automobilhandel vergleichsweise große Flächen gibt und häufig nur eine geringe Zahl von Kunden gleichzeitig anwesend ist. Die Mindestabstände zwischen einzelnen Personen von 1,5 bis 2 Metern könnten dort viel müheloser gewahrt werden als etwa in Lebensmittelgeschäften, Baumärkten, Tierbedarfsgeschäften und Blumenläden. Warteschlangen an der Kasse, Gedränge an Regalen, das Wechseln von Einkaufswagen von Kunde zu Kunde sowie der ständige Austausch von Ware gegen Bargeld im persönlichen Kontakt kämen im Automobilhandel nicht vor.

    "Darüber spricht Bayern": Der neue BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!