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Computergestützte Produktion: Die Industrie 4.0 speichert immer mehr Daten in der Cloud.
© Klaus Ohlenschläger / Picture Alliance
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Computergestützte Produktion: Die Industrie 4.0 speichert immer mehr Daten in der Cloud.

Der Münchner Autobauer BMW und das Software-Unternehmen Microsoft sind jetzt Partner in einer neuen Initiative mit dem Namen "Open Manufacturing Platform". Also eine Plattform mit dem Ziel, künftig die Industrie mit der Cloud zu vernetzen.

Neue Plattform für die ganze Branche

Die Maschinen und Anlagen von BMW sollen künftig weltweit Informationen und Daten mithilfe von Microsoft austauschen. Im nächsten Schritt werden Zulieferer, Lieferanten und später auch die Kundschaft eingebunden. Laut Microsoft und BMW sollen möglichst viele Unternehmen entlang der Wertschöpfungskette profitieren.

"Microsoft arbeitet mit der BMW Group zusammen, um die Effizienz der digitalen Produktion in der gesamten Branche zu verbessern." Scott Guthrie, Microsoft

Bis Ende 2019 wollen BMW und Microsoft mehrere Partner gewinnen. Beide haben Hersteller und Zulieferer ermutigt, einschließlich Unternehmen außerhalb der Automobilindustrie, sich der Gemeinschaft anzuschließen.

Großes Geschäft für die Cloud-Anbieter

Doch das Ganze ist natürlich auch ein Milliarden-Geschäft für die Internetriesen. Marktführer ist Amazon. Dahinter folgen, mit weitem Abstand, Microsoft und Google. Möglich wird alles erst durch die Datenwolke - sie ist die Plattform. Die Interessenten für solche Cloud-Dienste kommen nicht nur aus der Autoindustrie, sondern auch aus anderen Branchen. Zentral geht es darum, Daten von Industriekonzernen auf die Cloud eines Dienstleisters zu übertragen. So wird es möglich, Produktion und Logistik miteinander zu vernetzen. Im Idealfall kommt aus dieser Datenwolke zum Beispiel die Information, wann eine Maschine gewartet werden muss.

Auch Siemens und VW vernetzen sich mehr mit der Cloud

BMW ist nicht der einzige Autobauer, der sich stärker mit Internetriesen aus den USA vernetzt. Auf der Hannover Messer hat VW eine engere Kooperation mit Microsofts hartem Konkurrenten Amazon angekündigt. Und auch Siemens hat sich in Position gebracht: Die "Digitale Fabrik" des Konzerns bietet mit dem Betriebssystem "Mindsphere" die technische Grundlage für die Kooperation zwischen VW und Amazon.