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Auto-Funkschlüssel: Diebe sagen Danke | BR24

© dpa/picture alliance/Uli Deck

Keyless Go-Autoschlüssel

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    Auto-Funkschlüssel: Diebe sagen Danke

    Das Auto ist gestohlen oder aufgebrochen. Und die Diebe hinterlassen keine Spuren. Tätergruppen haben sich auf High-Tech-Diebstahl per Funk spezialisiert, der Schaden für Betroffene ist oft enorm. Aber: Verbraucher können sich schützen.

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    Als Tom Biederstaedt aus München vergangenen Dezember seine Jacke samt Autoschlüssel an der Garderobe im Eingangsbereich seiner Wohnung aufhängt, ahnt er nicht, welche Folgen das haben sollte. Nachts stehen Autodiebe vor seiner Tür. Sie hacken sich in die Funkverbindung zwischen Autoschlüssel und Auto.

    Betrug mit Funk-Autoschlüsseln ist kinderleicht

    Das geht bei dem sogenannten Schlüsselsystem Keyless Go kinderleicht. Es erlaubt, ganz ohne Aufsperren oder Knopfdruck auf dem Schlüssel ein Fahrzeug zu öffnen und zu starten.

    Keyless Go-Schlüssel funken ständig ein Signal zum Auto. Dieses Signal fangen die Täter direkt hinter der Hauswand ab und verstärken es bis zum Auto. Mit Elektrozubehör von nur 100 Euro können die Diebe das Auto öffnen, den Motor starten und losfahren. Das Auto von Tom Biederstaedt ist geklaut, samt Navi und Gegenständen im Auto. Die High-Tech-Tat hat ihn stark verunsichert:

    "Der Täter konnte in mein Haus eindringen, ohne dass er reingekommen ist. Er konnte in meinem Haus Sachen machen, die ich nicht wusste. Und das ist schon ein sehr komisches Gefühl." Tom Biederstaedt, Diebstahlopfer

    Versicherte gehen eventuell leer aus

    Auf Anfrage des Bayerischen Rundfunks erklären Autoversicherer, per Funk-Trick geklaute Fahrzeuge würden in der Regel nach Einzelfallprüfung ersetzt. Allerdings trifft das meist nicht auf Gegenstände zu, wie Handys, Laptops oder Taschen, die aus dem Auto gestohlen werden. Insbesondere dann, wenn das Auto von Kriminellen lediglich geöffnet, Fahrzeuge aber nicht gestohlen wurden.

    Täter hinterlassen keine Spuren

    Denn beim Einbruch per Funk fehlen Einbruchspuren, erklärt Reinhold Bergmann von der Münchner Polizei:

    "Die Polizei kann das Öffnen leider nicht nachvollziehen. Es gibt ja keine Gewaltspuren. Es wurden lediglich die Funksignale verstärkt und das Fahrzeug ging ohne Gewalt auf." Reinhold Bergmann, Polizei München

    Verbraucher können sich schützen

    Der beste Schutz gegen den Hackerangriff auf den Autoschlüssel: Den Schlüssel zu Hause in einer Metalldose oder einer besonderen Schutzhülle aufbewahren. Funkwellen können da nicht raus.

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    Sendung

    Rundschau

    Autor
    • Sabina Wolf
    Schlagwörter