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Allmilmö-Mitarbeiter in Produktionshalle

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    Aus für Zeiler Möbelwerk

    Für das insolvente Zeiler Möbelwerk in Unterfranken gibt es offenbar keine Rettung mehr. Laut Insolvenzverwalter wird der Geschäftsbetrieb bis Ende Juni heruntergefahren. Gespräche mit möglichen Investoren sind gescheitert.

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    Ende Februar 2017 hatte das Zeiler Möbelwerk Insolvenz beantragt, nachdem beim Hersteller der "allmilmö"-Küchen immer weniger Aufträge eingegangen waren. Für das Unternehmen interessierten sich nach Auskunft des Insolvenzverwalters Hubert Ampferl zwar zahlreiche Investoren aus dem In- und Ausland, vor allem aus Asien. Die Ausgangslage war allerdings komplex. Denn die Zeiler Möbelwerk GmbH & Co. KG beschäftigt zwar die Mitarbeiter, betriebsnotwendige Vermögensgegenstände wie das Werksgebäude, die Markenrechte "allmilmö" und wesentliche Produktionsanlagen gehören dagegen Dritten.

    Völlig überdimensionierter Standort

    Trotz aller Bemühungen konnte letztlich keine Einigung zwischen Interessenten und Verkäuferseite erzielt werden. Der Standort war außerdem auf ehemals 1.500 Mitarbeiter ausgelegt und war so zuletzt völlig überdimensioniert. Nachdem letzte potentielle Investoren nun abgesprungen sind und eine kostendeckende Fortführung des Betriebs wegen der schlechten Auftragslage nicht mehr möglich ist, muss der Geschäftsbetrieb zum Ende Juni heruntergefahren werden. "Bis dahin werden wir die noch bestehenden Aufträge termin- und vereinbarungsgemäß abarbeiten", so Insolvenzverwalter Ampferl.

    Die derzeit noch etwa 100 Beschäftigten wurden gestern auf einer Betriebsversammlung über den Stand des Verfahrens informiert. Insolvenzverwalter und Betriebsrat haben in der vergangenen Woche einen Sozialplan für die Mitarbeiter abgeschlossen.