BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite
© BR
Bildrechte: picture-alliance/dpa/Stefan Puchner

Ein neues Roboterbetriebssystem soll die Augsburger Kuka AG in die Gewinnzone bringen. Das hat das Unternehmen auf der Jahrespressekonferenz angekündigt. Nach dem pandemiebedingten Einbruch wären das wieder gute Nachrichten für die Augsburger.

1
Per Mail sharen
  • Artikel mit Audio-Inhalten

Augsburger Roboterbauer Kuka will 2021 Gewinne schreiben

Ein neues Roboterbetriebssystem soll die Augsburger Kuka AG in die Gewinnzone bringen. Das hat das Unternehmen auf der Jahrespressekonferenz angekündigt. Nach dem pandemiebedingten Einbruch wären das wieder gute Nachrichten für die Augsburger.

1
Per Mail sharen
Von
  • Thomas Pösl
  • Veronika Scheidl

Per Webcast haben sich der Kuka-Vorstandsvorsitzende Peter Mohnen und der Finanzvorstand Andreas Pabst am Donnerstagvormittag an die Öffentlichkeit gewandt. Die Jahrespressekonferenz musste wegen Corona virtuell abgehalten werden. An Konferenzen per Video haben sich die "Kukaner", wie die Mitarbeiter dort genannt werden, laut Mohnen und Pabst gewöhnt. Die Coronakrise habe im Unternehmen allerdings Spuren hinterlassen.

Corona-Pandemie sorgt für Verluste bei Kuka

Zwar ist Kuka schuldenfrei, berichtet Finanzvorstand Pabst, doch ein Verlust (Ebit) von 113 Millionen Euro im vergangenen Jahr steht in den Büchern, der Umsatz ging um etwa ein Fünftel zurück, das Minus bei den Aufträgen beträgt 12 Prozent. Der wegen Corona stotternde Motor der Autoindustrie, für die Kuka Produktionsanlagen liefert, machte sich im abgelaufenen Jahr bei den Augsburgern direkt bemerkbar.

China-Geschäft macht Augsburger Roboterbauer Hoffnung

Positiv bewertet der Kuka-Vorstand hingegen das Chinageschäft. Während in der Welt vielerorts Lockdown herrschte, zog das Geschäft im Heimatland von Kuka-Mehrheitseigner Midea schnell wieder an, sagt Kuka-Vorstandsvorsitzender Peter Mohnen. Er prognostiziert eine Fortsetzung dieser Entwicklung in diesem Jahr. "Erfolg in China hilft der Kuka AG weltweit erfolgreich zu sein", sagt Mohnen auf der Jahrespressekonferenz.

Neues Betriebssystem soll Roboter einfacher bedienbar machen

Im Zukunftsmarkt Automation und Robotik will Kuka künftig unter anderem auch mit einfacheren Anwendungen den Absatz befeuern. Dazu entwickelt Kuka derzeit ein neues Betriebssystem. Es soll auf allen Robotern laufen. Vor allem Anwender von "Co-Bots", den kollaborativen Robotern, die mit Menschen gemeinsam arbeiten, will Kuka mit einer besonderen Bedienerfreundlichkeit überzeugen. Ein kleines Team im Konzern sei damit betraut. "Es arbeitet wie ein Start-Up, eng am Kunden", erklärt Vorstand Peter Mohnen. Auf der Hannover Messe im April soll das Betriebssystem erstmal vorgestellt werden.

Kuka hält am Stellenabbau fest

Am im vergangenen Jahr angekündigten Abbau von Stellen werde Kuka festhalten. 270 Jobs sollen am Standort Augsburg gestrichen werden, so die Aussage im November. Jetzt kündigt der Konzern an, der Abbau werde etwas unter dieser Linie bleiben. "Wir sind in vertrauensvollen und guten Gesprächen mit dem Betriebsrat", erklärt Mohnen.

IG Metall hofft auf weniger Arbeitsplatzverluste

Die Kuka-Jahrespressekonferenz bewertet auch Michael Leppek von der IG Metall positiv. “Nach dem schwierigen Jahr 2020 startet Kuka erfolgversprechend in das neue Jahr. Wir erwarten, dass der angekündigte Personalabbau ohne Kündigungen vonstatten geht”, sagt Leppek. Er hofft, dass durch das wieder anziehende Geschäft weniger Arbeitsplätze wegfallen als geplant.

"Darüber spricht Bayern": Der neue BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!