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Augsburger CSU fordert Rettungspaket für Luftfahrtbranche | BR24

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Das Airbus-Management stimmt die Belegschaft auf harte Zeiten an. Das sorgt auch in Schwaben für Aufregung - wegen der Luftfahrt-Standorte in Augsburg und Donauwörth.

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Augsburger CSU fordert Rettungspaket für Luftfahrtbranche

Die Airbus-Führung bereitet die Mitarbeiter auf harte Zeiten vor - wegen Corona. Politiker und Gewerkschafter in Schwaben sind alarmiert. Die Augsburger CSU bringt Staatshilfen für den Flugzeugbauer ins Gespräch.

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Von
  • Mario Kubina
  • Susanne Hofmann
  • Barbara Leinfelder

Ausgaben und Einnahmen von Airbus seien in einem so gravierenden Ungleichgewicht und das Geld fließe so schnell ab, "dass es die Existenz des Unternehmens gefährden könnte". So steht es in einem Brief der Airbus-Führung an die Beschäftigten, aus dem die Nachrichtenagentur dpa zitiert. Das Schreiben sorgt auch in Schwaben für Aufregung - schließlich ist die Airbus-Gruppe hier mit dem Helikopter-Werk in Donauwörth und der Tochter Premium Aerotec in Augsburg vertreten.

Droht massiver Job-Verlust bei Airbus?

Volker Ullrich, Chef der Augsburger CSU, macht im BR-Interview klar: Den Brief der Airbus-Führung müsse man "sehr ernst" nehmen. Die Luftfahrtbranche befinde sich wegen Corona weltweit in einem "rasantem Niedergang". Aus seiner Sicht muss verhindert werden, dass Arbeitsplätze in der Branche "en masse" verlorengehen.

CSU verlangt Rettungsschirm für Luftfahrtbranche

Der CSU-Politiker fordert ein Rettungspaket für die Luft- und Raumfahrtbranche. Die Politik könne Unternehmen durch Kredite stützen oder sich selbst beteiligen - wie bei der Lufthansa. "Ob man in zwei, drei Jahren wieder mehr fliegt oder langfristig weniger, das wird sich zeigen, aber ich bin der festen Überzeugung, dass auch künftig Flugzeugteile in Augsburg produziert werden müssen", so Ullrich.

IG Metall: Mitarbeiter nicht in "Angst und Schrecken" versetzen

Die Gewerkschaft sieht den Brief der Airbus-Führung mit gemischten Gefühlen. Das macht Michael Leppek, Chef der Augsburger IG Metall, im BR-Interview deutlich. Natürlich sei klar, dass die Coronavirus-Krise Auswirkungen habe. Dennoch sei es "völlig fatal, jetzt die Belegschaft in Angst und Schrecken zu versetzen".

Laut Gewerkschaft bei Airbus vorerst keine Kündigungen möglich

Bis zum Jahresende gebe es keinen Grund, über Kündigungen auch nur nachzudenken, so Leppek: "Wir haben dort de facto eine Beschäftigungssicherung" - sowohl bei Airbus Helicopters in Donauwörth als auch bei Premium Aerotec in Augsburg.

Metaller fordern von Airbus Zukunftsmodelle

Aus seiner Sicht sollte die Airbus-Führung lieber Zukunftsmodelle entwickeln und sicherstellen, dass dem Konzern das Geld nicht ausgeht - etwa mithilfe von Liquiditätssicherungen. Jedenfalls seien betriebsbedingte Kündigungen während der Kurzarbeit bei Airbus ausgeschlossen, sagt Leppek: "Und das ist auch gut so."

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Airbus gerät wegen der Coronakrise in Bedrängnis. Das beunruhigt viele in der Region - etwa Volker Ullrich, den Chef des Augsburger CSU-Bezirksverbands.

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