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Auftakt Bahn-Tarifverhandlungen | BR24

© BR / Birgit Harprath

Zum Auftakt der Bahn-Tarifverhandlungen sind sich die Gewerkschaften GdL und EVG einig: beide fordern etwa 7,5 Prozent mehr für die rund 160.000 Beschäftigten. Doch die Konkurrenz der Gewerkschaften sorgte schon öfter für Unruhe und Streiks.

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Auftakt Bahn-Tarifverhandlungen

Zum Auftakt der Bahn-Tarifverhandlungen sind sich die Gewerkschaften GdL und EVG einig: Beide fordern etwa 7,5 Prozent mehr für die rund 160.000 Beschäftigten. Doch die Konkurrenz der Gewerkschaften sorgte schon öfter für Unruhe und Streiks.

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Erst die EVG – am nächsten Tag aber gleich die GdL: Wenn schon die beiden Gewerkschaften sich nicht gemeinsam an den Verhandlungstisch setzen, dann möglichst zeitnah hintereinander. Das ist der Bahn wichtig.

Zwei Tarifverträge - ein Inhalt

Ihr Ziel ist es, dass am Ende zwar zwei Tarifverträge unterschrieben werden, die sich dem Inhalt nach aber möglichst nicht unterscheiden. Das erspart Ärger mit der Belegschaft. Und sie will verhindern, was vor einigen Jahren die Fahrgäste zu spüren bekamen: Damals rief mal die eine Gewerkschaft, mal die andere zu Aktionen auf und das auch, um sich ihren Mitgliedern gegenüber als besserer Vertreter zu beweisen. Das Chaos oft über Wochen hinweg war ein Grund, warum die damalige Regierung aktiv wurde.

Tarifeinheitsgesetz: Welche Gewerkschaft hat mehr Mitglieder?

Das sogenannte Tarifeinheitsgesetz schreibt seitdem vor, dass im Streitfall die Gewerkschaft sich durchsetzt, die mehr Mitglieder im Betrieb hat. Bei der Bahn wäre das die EVG. Doch um Frieden zu schaffen hat die Bahn mit der GdL eine Vereinbarung getroffen: Sie erkennt die Lokführergewerkschaft weiterhin als Vertragspartner an. Ruft sie jedoch zu Aktionen auf, kann erst eine Schlichtung einberufen werden. Das scheint die Gemüter beruhigt zu haben. Sowohl von der EVG als auch von der GdL sind bisher eher moderate Töne zu hören – was den ein oder anderen Warnstreik in dieser Tarifrunde aber nicht ausschließt.