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Aufatmen bei Wacker Chemie: Keine betriebsbedingten Kündigungen | BR24

© Wacker Chemie AG

Produktionsstandort der Wacker Chemie AG in Burghausen

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    Aufatmen bei Wacker Chemie: Keine betriebsbedingten Kündigungen

    Der Konzern Wacker Chemie AG hat bekanntgegeben, dass bei dem geplanten Stellenabbau von mehr als 1.000 Stellen keine betriebsbedingten Kündigungen geplant seien. Seit Monaten war die Belegschaft im Unklaren, wie es für sie weitergehen wird.

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    Bereits im Februar wurde die geplante Streichung von mehr als 1.000 Stellen bekanntgegeben. Nun ist klar: Bis Ende des Jahres 2022 sollen bei Wacker Chemie insgesamt rund 1.200 Stellen wegfallen. Das werde laut Angaben des Chemiekonzerns vor allem in der Verwaltung und in nicht operativen Funktionen der Geschäftsbereiche sein, also außerhalb der Produktion. Davon sollen rund 1.000 Stellen in Deutschland und etwa 200 an den Standorten außerhalb des Landes wegfallen. In Bayern arbeiten insgesamt etwa 8.900 Beschäftigte am Produktionsstandort Burghausen im Landkreis Altötting und am Hauptsitz in München.

    Einigung auf sozialverträgliche und freiwillige Maßnahmen

    Die Rahmenvereinbarungen seien nun mit dem Betriebsrat unterzeichnet worden, wie die Wacker Chemie AG gestern bekannt gab. Die Unternehmensleitung und Arbeitnehmervertretungen haben sich zuvor auf das Rahmenkonzept zum geplanten Stellenabbau geeinigt. Dieses beinhaltet, dass der Stellenabbau in Deutschland ausschließlich mit sozialverträglichen und freiwilligen Maßnahmen umgesetzt werden soll.

    Dazu zählen laut der Wacker Chemie AG Verrentung, Altersteilzeitregelungen oder Aufhebungsverträge. Betriebsbedingte Kündigungen seien nach der jetzt getroffenen Vereinbarung ausgeschlossen. Festgelegt wurde außerdem, dass Auszubildende bei Eignung weiterhin übernommen werden.

    Gespräche mit Betriebsräten in den nächsten Wochen

    Wie viele Stellen an den jeweiligen Standorten abgebaut werden, könne man derzeit nicht sagen, da es sich um ein Freiwilligenprogramm handele und man abwarten müsse, wie viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sich melden, sagte Pressesprecher Christof Bachmair dem Bayerischen Rundfunk. In den kommenden Wochen sollen Gespräche mit den örtlichen Betriebsräten folgen, das sei nun der nächste Schritt, so Bachmair.

    Das Ziel der Sparmaßnahmen der Wacker Chemie AG: die jährlichen Kosten ab Ende 2022 um 250 Millionen Euro senken. Der Gesamtbetrag soll dabei jeweils etwa zur Hälfte aus Sachkosten und Personalkosten kommen. Mit dem Effizienzprogramm "Zukunft gestalten" soll der Konzern nicht nur Kosten in signifikantem Umfang einsparen, sondern vor allem auch seine Wettbewerbsfähigkeit für zukünftige Herausforderungen stärken und dauerhaft sichern, so der Vorstandsvorsitzende Rudolf Staudigl.

    Standort in Burghausen Herz des Wacker-Konzerns

    Laut Angaben von Wacker ist der Standort in Burghausen im Bayerischen Chemiedreieck mit rund 8.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nach wie vor der wichtigste Produktionsstandort und das Herz des Unternehmens. Im anderen bayerischen Standort, dem Hauptsitz in München, arbeiten etwa 700 Menschen in den Bereichen Verwaltung und Konzernforschung. In Deutschland werden insgesamt sechs größere Standorte betrieben. Weltweit beschäftigt der Konzern rund 14.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

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