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Bis 2025: Audi will 20 rein elektrische Autos anbieten | BR24

© ARD/Hans-Wolfgang Köhler

Audi will noch stärker in Elektromobilität investieren

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Bis 2025: Audi will 20 rein elektrische Autos anbieten

Die VW-Tochter Audi hat erneut ihre Ziele für die Elektromobilität hochgeschraubt. Schon in sechs Jahren sollen jedes Jahr eine Million Elektroautos jährlich verkauft werden. Dazu sollen auch noch mehr Modelle als bisher geplant entwickelt werden.

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Auf der Hauptversammlung von Audi in Neckarsulm hat der Autobauer noch ehrgeizigere Ziele bei der Umstellung auf Elektrofahrzeuge verkündet. Bis 2025 will die VW-Tochter jetzt 30 elektrifizierte Modelle anbieten. 20 dieser Fahrzeuge sollen rein elektrisch unterwegs sein, 10 weitere werden laut Konzernchef Bram Schot als Hybridmodelle angeboten. Bislang war von insgesamt 20 elektrifizierten Modellen die Rede.

"Wir wollen zur Mitte des kommenden Jahrzehnts rund eine Million elektrifizierte Autos pro Jahr verkaufen und das stärkste Angebot an Elektro-Modellen im Premiumwettbewerb haben." Audi-Chef Bram Schot

40 Prozent aller von Audi verkauften Fahrzeuge sollen damit dann elektrisch fahren.

Vorbild beim Klimaschutz

Gleichzeitig will Audi Vorbild in Sachen Klimaschutz werden, was nach Überzeugung des Managements als Kaufargument für die Kundschaft immer wichtiger wird. So sollen bis 2025 alle Produktionsstandorte CO2-neutral arbeiten.

"Wir wollen im ganzen Unternehmen ohne CO2-Emissionen auskommen, zum Beispiel bei Strom und Wärme in der Produktion", so Schot. Spätestens 2050 wolle Audi, wie alle Marken im VW-Konzern auch, komplett CO2-neutral sein.

Audi-Chef: Tanz auf zu vielen Hochzeiten

Die hohen Investitionen in die Elektromobilität, die Digitalisierung und das hochautomatisierte Fahren sollen durch Einsparungen, aber auch durch einen höheren Marktanteil im oberen Premium-Segment finanziert werden, in dem sich am meisten verdienen lässt.

Von den bis 2022 anvisierten Ergebnisverbesserungen in Höhe von 15 Milliarden Euro sollen zwei Drittel durch Kostensenkungen und ein Drittel durch höhere Umsatzerlöse eingespielt werden.

Außerdem will Audi die Vielzahl an Modellen und Motor-Getriebe-Varianten weiter verringern, die mit dazu beitrugen, dass die Ingolstädter Probleme bei der Umstellung auf die neue Abgasrichtlinie WLTP hatten.

"Wir tanzen als Unternehmen schon seit Jahren auf zu vielen Hochzeiten." Audi-Chef Bram Schot

Es werde künftig viele Dinge geben, "die wir nicht mehr machen", kündigte der Audi-Chef an. Zum Fokussieren gehöre auch das Weglassen. Die Höhe eines möglichen Personalabbaus bezifferte er aber nicht.

Mobilitätsangebot zusammen mit Sixt

Parallel will Audi sein Mobilitätsangebot ausweiten und plant dazu eine Partnerschaft mit dem Autovermieter Sixt. Kunden sollen Wagen von Audi für kurze Zeit oder länger per App buchen und an Standorten von Sixt abholen können. Starten soll das Angebot im Schlussquartal 2019.