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Audi verteidigt vor Beschäftigten den geplanten Stellenabbau | BR24

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Auf einer Betriebsversammlung in Ingolstadt haben Audi-Vorstand und Arbeitnehmervertreter den Beschäftigten den gerade beschlossenen Pakt "Audi.Zukunft" erklärt. Dabei verteidigten sie auch den Abbau von 9.500 Stellen in Deutschland bis 2025.

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Audi verteidigt vor Beschäftigten den geplanten Stellenabbau

Auf einer Betriebsversammlung in Ingolstadt haben Audi-Vorstand und Arbeitnehmervertreter den Beschäftigten den gerade beschlossenen Pakt "Audi.Zukunft" erklärt. Dabei verteidigten sie auch den Abbau von 9.500 Stellen in Deutschland bis 2025.

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So wirklich überraschen konnte der beschlossenen Stellenabbau kaum jemanden. Audi steckt in der Krise. Das Stammwerk in Ingolstadt ist seit längerem schon nicht ausgelastet. Das Gleiche gilt für das Werk in Neckarsulm. Nun sollen die Kapazitäten angepasst werden. Das bedeutet aber auch, dass die Zahl der Beschäftigten sinkt. Vorstand und Betriebsrat haben die Angestellten in Ingolstadt über die notwendigen Schritte informiert.

Audi setzt auf Freiwilligkeit

Die VW Tochter will bis 2025 jede sechste Stelle in Deutschland abbauen und zwar insgesamt bis zu 9.500 Arbeitsplätze. Derzeit beschäftigt die Audi AG rund 61.500 Menschen. Trotz der geplanten massiven Stellenstreichungen spricht der Gesamtbetriebsratschef Peter Mosch von einem gut tragbaren Kompromiss.

"Unsere Hauptforderung für die deutschen Standorte war von Anfang an: Sicherheit für die Beschäftigten. Und diese Sicherheit haben wir mit Audi.Zukunft erreicht. Durch die Verlängerung der Beschäftigungsgarantie sind betriebsbedingte Kündigungen bis 31.12.2029 ausgeschlossen." Peter Mosch, Gesamtbetriebsrat

Audi damit gerüstet für die Zukunft

Damit sieht er den Grundstein für die nächsten zehn Jahre gelegt. Mosch versprach den Beschäftigten zudem, dass der Abbau so sozialverträglich wie möglich gestaltet werden soll. Darüber hinaus soll es keine Leistungsverdichtung geben. Seiner Meinung nach wurde damit der Grundstein für die nächsten Jahre gelegt. Das sieht der Personalvorstand Wendelin Goebel wohl auch so, wie es in einer schriftlichen Stellungnahme heißt.

"Wir können stolz sein, dass wir diesen enorm wichtigen Zukunftspakt gemeinsam auf den Weg gebracht haben. Mit Audi.Zukunft gestalten wir die Transformation proaktiv und stellen dabei die Menschen in den Mittelpunkt." Wendelin Goebel, Personalvorstand

Viele offene Fragen bleiben

Bis jetzt gibt es allerdings nur eine Grundsatzvereinbarung. Jetzt geht es ins Detail und so wie der Gesamtbetriebsratschef Peter Mosch meinte, geht die Arbeit jetzt erst richtig los. Wobei er auch deutlich machte, dass nun das Unternehmen auf sie zukommen und entsprechende Angebote machen muss. Aktuell ist das noch Vorstandschef Bram Schot. Doch in wenigen Monaten übernimmt dann der frühere BMW Manager Markus Duesmann das Ruder. Auch einige andere Vorstände werden ausgetauscht.

Die Vereinbarungen würden stets mit dem Vorstand als Gremium und nicht mit einzelnen Personen getroffen werden, so Mosch. Somit ändere sich auch bei einem personellen Wechsel nichts an deren Verbindlichkeit.