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Audi Interimschef Bram Schot
© picture alliance / Ulrich Baumgarten
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Audi Interimschef Bram Schot

Die Hängepartie bei Audi an der Spitze dauert an. Der bisherige Interimschef, der 57-jährige Bram Schot, muss sich weiter gedulden. Der Aufsichtsrat ging am Donnerstagabend ohne Entscheidung auseinander. Offensichtlich gibt es auf Seiten der Anteilseigner noch Klärungsbedarf.

Arbeitnehmerseite für, Anteilseigner gegen Schot als Dauerlösung

Die Arbeitnehmer stehen hinter dem Niederländer, wie es in unternehmensnahen Kreisen heißt. Schot gilt als umgänglich und pragmatisch; und eigentlich war auch fest damit gerechnet worden, dass er nun dauerhaft den Chefsessel übernehmen kann - zumindest bis zum Jahr 2021.

VW-Boss Diess will offenbar seinen Favoriten durchsetzen

Gegen den 57-Jährigen spricht wohl aus Sicht einiger Aufsichtsräte, dass er ein Marketingspezialist ist. So war aus Kreisen des Aufsichtsrats immer wieder zu hören, dass ein Techniker an die Spitze von Audi müsse. Unbestätigten Berichten nach wollte VW-Chef Herbert Diess deshalb den früheren BMW Vorstand Markus Duessmann zur VW-Tochter Audi nach Ingolstadt holen. Doch angeblich gibt BMW seinen früheren Top-Manager noch nicht frei, unter anderem gilt eine Wettbewerbssperre für den Manager.

Schot scheint damit jetzt schon geschwächt

Dass sich der Aufsichtsrat bei seiner heutigen Sitzung nicht auf Schot verständigen konnte, ist nicht gerade ein starkes Vertrauenssignal für den Interims-Vorstandschef. Dabei bräuchte Audi dringend eine führungsstarke Spitze in Zeiten des Umbruchs, allen voran aufgrund des Dieselskandals und aktueller Absatzprobleme.