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Audi verdient weniger und will Probleme in Griff bekommen | BR24

© BR/Gabriel Wirth

Audi gilt als die Ertragsperle des VW-Konzerns, allerdings tragen die Ingolstädter immer weniger zum Gesamtergebnis bei. Auch im ersten Quartal machte Audi weniger Gewinn. Nun sieht sich der Autobauer auf dem richtigen Weg zur Trendwende.

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Audi verdient weniger und will Probleme in Griff bekommen

Audi gilt als die Ertragsperle des VW-Konzerns, allerdings tragen die Ingolstädter immer weniger zum Gesamtergebnis bei. Auch im ersten Quartal machte Audi weniger Gewinn. Dennoch sieht sich der Autobauer auf dem richtigen Weg zur Trendwende.

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Er erwarte ein "Übergangsjahr", hatte Bram Schot unlängst die Beschäftigten bei Audi auf das aktuelle Geschäftsjahr 2019 eingestimmt. Was der Vorstandschef damit meinte, zeigte einmal mehr der Blick auf die Zahlen für das erste Quartal, die der Ingolstädter Autobauer heute vorstellte.

Denn Audi verdiente vor Steuern und Zinsen in den ersten drei Monaten des Jahres etwa 1,1 Milliarden Euro. Im Vorjahr waren es im gleichen Zeitraum hingegen noch 1,3 Milliarden Euro gewesen. Vor allem in Europa lief es für die Marke schlechter. Dort sanken die Auslieferungen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 5,5 Prozent auf etwa 204.000.

Als weiteren Grund für das schwächere erste Quartal nennen die Ingolstädter, dass zahlreiche volumenstarke Modelle im Moment neu konzipiert werden und die Kunden abwarten. "Auch der Start in das neue Jahr hat gezeigt, dass wir derzeit von unseren eigenen Ansprüchen deutlich entfernt sind", sagte Finanzvorstand Alexander Seitz.

Audi hat weiterhin Probleme mit Abgasstandard WLTP

War Audi lange Zeit ein Gewinnbringer für den Mutterkonzern VW, haben die Ingolstädtet zuletzt eine ganze Reihe von Problemen angesammelt - allen voran die massiven Verzögerungen bei der Umstellung auf den neuen Abgasstandard WLTP.

Zum Jahresauftakt waren deshalb nicht alle Modelle verfügbar, da ihnen die Zulassung fehlte. Dieses Problem habe man nun in den Griff bekommen, so der Autobauer: "Mittlerweile hat Audi nahezu alle Motor-Getriebe-Varianten wieder im Portfolio."

Verzögerungen auch beim Audi e-tron

Verzögerungen gab es aber auch beim e-tron, einem vollelektrischen SUV. Ursprünglich bereits für 2018 geplant, musste Audi den Start des Elektroautos wegen Software-Problemen auf 2019 verschieben. Und selbst dann erwartete Kunden immer noch eine Lieferzeit von fünf Monaten.

Vorstandschef Schot hat deshalb bereits ein umfangreiches Sparprogramm angekündigt: Bis 2022 sollen nach seinem Willen etwa 15 Milliarden Euro eingespart werden. In einem ersten Schritt hat Audi bereits eine Nachtschicht im Ingolstädter Stammwerk gestrichen.