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IAA: Audi und BMW starten neue E-Auto-Offensive | BR24

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Beim Thema Elektromobilität hinken Deutschland und die bayerischen Autobauer im internationalen Vergleich hinterher. Jetzt will die Industrie zur Aufholjagd starten.

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IAA: Audi und BMW starten neue E-Auto-Offensive

Beim Thema Elektromobilität hinken Deutschland und die bayerischen Autobauer im internationalen Vergleich hinterher. Jetzt will die Industrie zur Aufholjagd starten - wie auch die Vorbereitungen zur IAA zeigen.

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Es gilt vielen Experten als die Zukunft des Straßenverkehrs: das elektrische Auto. Zu den ersten deutschen Großserienherstellern gehörte BMW. 2013 stellten die Münchener mit dem i3 einen elektrisch angetriebenen Kompaktwagen vor, in dessen Entwicklung und Produktion man einen Milliardenbetrag investiert hatte.

BMW machte mit dem i3 den Anfang - doch danach kam nichts mehr

Damals versprach man bei BMW unter dem Namen "i" eine ganze Modell-Palette von E-Autos, doch es folgte: nichts. Bis heute ist der i3 allein auf weiter Flur. Bei Audi hielt man sich beim Thema E-Mobilität ohnehin lange komplett zurück. Erst seit diesem Jahr gibt es den e-Tron. Die Folge: Weltweit dominieren inzwischen Hersteller wie Tesla das Geschäft. Das aber soll sich ändern, sagte zuletzt auch Bundeskanzlerin Angela Merkel.

"Unsere Automobilindustrie steigt jetzt komplett um auf Hybridmodelle oder Elektromobilität. Und damit wird auch das Angebot größer werden, und insofern werden wir aufholen." Bundeskanzlerin Angela Merkel

Die anstehende Elektromodell-Offensive will man ab der kommenden Woche in Frankfurt auf der IAA zeigen, der Internationalen Automobil-Ausstellung. Dort präsentiert BMW unter anderem einen batteriebetriebenen Mini - und auch bei Audi gibt man sich elektrisch. Einen Vorgeschmack lieferte Konzernchef Bram Schot im Frühjahr auf der Automesse Genf: "Zwölf Autos werden in 24 Monaten auf den Straßen sein. Fünf davon sind voll elektrisch und sieben sind Plug-In-Hybride. Wir glauben da dran, wir bringen es jetzt auf die Straßen."

Ein kleines Unternehmen will mitmischen

Ganz auf Elektromotoren setzt unterdessen ein kleiner Hersteller aus München. Die Firma EVUM entstand als Start-Up im Umfeld der Technischen Universität. Auf der IAA zeigt Gründer und Chef Martin Soltes das Modell. "Es ist ein kleiner Pickup mit einer variablen Ladefläche, Allrad-Antrieb, einer Tonne Nutzlast und einer maximale Geschwindigkeit von 70/80 km/h", kündigt Soltes an. Ein kleines Nutzfahrzeug also, das man zum Beispiel Gärtnereien, Stadtwerken und Hausmeister-Firmen anbieten will. Gebaut wird das Auto in einem neuen Werk in Niederbayern.

Während es beim Thema "Elektro-Auto made in Bavaria" also in schnellen Schritten vorangehen soll, verharrt man bei Wasserstoff und Brennstoffzellen seit etwa 20 Jahren bei Prototypen. BMW und Audi kooperieren hier inzwischen mit Toyota und Hyundai. In den nächsten Jahren sollen allenfalls Kleinserien für den Testbetrieb gebaut werden.