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Audi streicht Nachtschicht | BR24

© dpa/pa

Anbau der Räder auf der Montagelinie für Audi Q2 im Werk der Audi AG in Ingolstadt

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    Audi streicht Nachtschicht

    Der Autobauer Audi hat Teilen der Belegschaft mitgeteilt, dass die Dauernachtschicht auf der Montagelinie eins gestrichen wird. Das bestätigte ein Unternehmenssprecher.

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    Damit reagiert der Autobauer auf den schwächelnden Absatz in den letzten Monaten. In der vergangenen Woche hatte die Unternehmensleitung auf der Jahrespressekonferenz einen großen Sparkurs angekündigt. Die Streichung der Dauernachtschicht soll voraussichtlich ab Mai gelten. Zuerst hatte der Donaukurier darüber berichtet. Ihren Job werden die etwa 470 betroffenen Mitarbeiter nicht verlieren. Laut einem internen Schreiben sollen sie in anderen produktionsnahen Bereichen unterkommen und die momentane Bedarfslücke bei der Produktion der Fahrzeugmodelle A3 Limousine und A3 Sportback füllen.

    Sparmaßnahmen waren angekündigt

    Aufgrund der Dieselkrise und der anhaltenden Schwierigkeiten bei den Zulassungen nach der neuen WLTP war zuletzt der Umsatz leicht zurückgegangen, aber auch die Umsatzrendite sank. Diese spiegelt das Verhältnis vom Gewinn zum Umsatz und sank deutlich auf sechs Prozent. Zur Kostensenkung und um mehr Geld für Investitionen zu haben, ist auch der Abbau von Arbeitsplätzen kein Tabu, hieß es damals. Die Streichung der Nachtschicht war bereits seit dem vergangenen Monat ein Thema, der Betriebsrat hatte zuletzt noch gegen das Vorhaben gekämpft.

    Klares Bekenntnis zu deutschen Standorten gefordert

    Den Sparkurs, den VW-Chef Herbert Diess und Audi-CEO Bram Schot wiederholt eingefordert haben, wollen IG-Metall und die Audi-Vertrauensleute nur mittragen, wenn der Vorstand zuvor ausreichend Fakten und Zusagen liefert, allen voran eine klare Strategie für Audi und ein klares Bekenntnis zu den deutschen Standorten.