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Vor Aufsichtsratssitzung: Wie geht es weiter bei Audi? | BR24

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Vor der Audi-Aufsichtsratssitzung herrscht große Sorge um die Auslastung der beiden Standorte Ingolstadt und Neckarsulm. Die Arbeitnehmervertreter wollen heute in Wolfsburg einen Plan für die Zukunft von Audi einfordern.

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Vor Aufsichtsratssitzung: Wie geht es weiter bei Audi?

Vor der Audi-Aufsichtsratssitzung herrscht große Sorge um die Auslastung der beiden Standorte Ingolstadt und Neckarsulm. Die Arbeitnehmervertreter wollen heute in Wolfsburg einen Plan für die Zukunft von Audi einfordern.

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Jeder Bandarbeiter in Neckarsulm und Ingolstadt weiß, was WLTP bedeutet. Das Abgastestverfahren macht Audi schwer zu schaffen - und das wohl noch mindestens bis Jahresende. Denn der Konzern kann viele Fahrzeuge, die fertig gebaut sind, nicht zulassen.

Neckarsulm hat Nachtschicht gestrichen

Und weil vielen Audi-Modellen noch die Zulassung fehlt, gehen in Europa die Bestellungen zurück. Das heißt: an den Bändern gibt es weniger zu tun. In Neckarsulm wurde deshalb bereits im vergangenen Jahr die Dauer-Nachtschicht für den A6 gestrichen.

Mit einer Flugblattaktion fordert die Gewerkschaft heute deren Wiedereinführung. Die Arbeitnehmervertreter sollen die Botschaft der Basis mit zur Aufsichtsratssitzung nach Wolfsburg tragen. Eine ähnliche Aktion gibt es heute nicht in Ingolstadt. Doch auch hier möchte das Management nur zu gerne eine Nachschicht streichen, schlicht weil es an Arbeit fehlt.

Audi will etwa jede zehnte Führungsposition streichen

Allerdings hat Audi angekündigt, sein Management zu straffen: "Wir haben heute zu viele Führungskräfte an Bord", sagte der neue Audi-Chef Bram Schot dem Handelsblatt. Das Kostenniveau sei zu hoch, daher wolle Audi eine gesamte Führungsebene rausnehmen, das heißt etwa zehn Prozent der Leitung streichen.

Mit dem Umbau soll die VW-Tochter einen Kulturwandel vollziehen: "Wir müssen jünger, dynamischer und weiblicher werden", forderte der Audi-Chef. Schot will die Gewinne des Autobauers deutlich erhöhen. Mit Umsatzsteigerungen und Kostensenkungen soll das Betriebsergebnis von 2018 bis 2022 um insgesamt rund 15 Milliarden Euro wachsen, hatte das Unternehmen Ende Januar angekündigt.