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Audi: In Ingolstadt laufen die Bänder wieder an | BR24

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Audi-Produktion

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    Audi: In Ingolstadt laufen die Bänder wieder an

    Langsam fährt Audi die unterbrochene Produktion wieder hoch. Die Produktion im Stammwerk in Ingolstadt startet zuerst - etwas später folgt dann auch das Werk im baden-württembergischen Neckarsulm.

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    • Susanne Pfaller

    Audi nimmt in Ingolstadt langsam die Produktion wieder auf. Bedingt durch die Corona-Pandemie standen die Bänder fünf Wochen still. Das Stammwerk in Ingolstadt ist das erste, das wieder anfängt. Das zweite deutsche Werk in Neckarsulm folgt wenige Tage später. In kleinen Schritten soll es wieder losgehen, sagt Audi-Sprecher Joachim Cordshagen. Erst einzelne Gewerke, das Presswerk, der Karosseriebau und die Lackiererei.

    Produktion wird nur schrittweise wieder aufgenommen

    Ende der Woche soll dann auch wieder eine der insgesamt sieben Montage-Schichten die Audis zusammenbauen. Diese eine Schicht arbeitet am Band 3. Von dort rollen vorläufig die Modelle A3 und Q2. Auch nach dem Wiedereinstieg bleiben also die riesigen Werksparkplätze von Audi weitgehend leer. Bei Normalbetrieb arbeiten im Ingolstädter Stammwerk mehr als 44.000 Menschen. In der Ruhephase waren es weniger als 2.000. In dieser Woche kehren weitere 1.500 Audianer zurück in die Produktionshallen, so Unternehmenssprecher Cordshagen.

    Corona-Schutz fordert Erfindergeist

    Der Anlauf braucht viel Zeit, denn vor allem die Corona-Schutzregeln drosseln das Tempo. Viele Prozesse wurden mit Blick auf den Gesundheitsschutz angepasst. Um die Abstands-Normen einhalten zu können und das Ansteckungsrisiko zu minimieren, haben die Audianer zahlreiche werkseigene Lösungen entwickelt, zum Beispiel eine Art transparenter Duschvorhänge, die sich mit Magnetknöpfen zwischen zwei Bandarbeitern anbringen lassen. So können diese etwa im Kofferraum eines Audis ohne Ansteckungsrisiko dicht an dicht nebeneinander zu Werke gehen.

    Produktionsentwicklung hängt an vielen Faktoren

    Noch ist unklar, wann Audi in Deutschland wieder so viele Autos produzieren wird wie vor der Corona-Krise. Vor dem Produktionsstopp Mitte März waren es bei Audi pro Tag in Ingolstadt gut 2.000 und in Neckarsulm rund 890 Autos. Wann diese Zahlen wieder erreicht werden, hängt von vielen Faktoren ab. Etwa von der Stabilität der Lieferketten, der Nachfrage nach Audis und auch von der Entwicklung der Pandemie, so Unternehmenssprecher Cordshagen.

    32.000 Mitarbeiter weiterhin in Kurzarbeit

    Audianer, die derzeit noch nicht arbeiten können, erhalten weiterhin Kurzarbeitergeld. Wie der Sprecher des Betriebsrates Ralf Mattes erklärt, waren das in den vergangenen Wochen "an den beiden deutschen Standorten über 32.000 Mitarbeiter - sowohl in der Produktion, aber auch in den indirekten Bereichen", also beispielsweise der Verwaltung.

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    • Susanne Pfaller
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