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Das Audi-Logo auf einem Kühlergrill
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BR24 Redaktion
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Das Audi-Logo auf einem Kühlergrill

Audi hat im Oktober in Europa nur halb so viele Autos verkauft wie vor einem Jahr, weil viele Modelle immer noch keine Zulassung nach dem neuen Abgastest-Standard WLTP haben. Aber bis Jahresende werde das Modellangebot wieder komplett sein, und für das Gesamtjahr rechne Audi mit einem Absatz auf Vorjahresniveau, sagte der kommissarische Vorstandschef Bram Schot am Freitag in Ingolstadt.

Bis zu 53 Prozent weniger Autos verkauft

Im Oktober lieferte Audi weltweit 117.600 Fahrzeuge aus - ein Minus von 26 Prozent. In Europa wurden gerade mal 32.000 Autos verkauft - 53 Prozent weniger als vor einem Jahr. Immerhin habe die Ingolstädter VW-Tochter ihr Angebot von Modellen mit der jetzt europaweit vorgeschriebenen WLTP-Zulassung seit September von 34 auf rund 70 verdoppelt. "Bis zum Jahresende erwarten wir in allen Modellreihen ein passendes Angebot für unsere Kunden", sagte Schot.

In China verkaufte Audi mehr Fahrzeuge

In China wuchs die Nachfrage im Oktober weiter, dort verkaufte Audi 57.000 Autos oder gut 5 Prozent mehr. In den USA dagegen drückten die anstehenden Modellwechsel die Verkäufe um 17 Prozent auf 19.000.

Großes Verkaufsplus vor der Umstellung auf WLTP

Seit Jahresbeginn hat Audi weltweit 1,525 Millionen Autos verkauft und liegt damit 0,9 Prozent unter Vorjahr. Vor der Umstellung auf den WLTP-Standard hatte Audi noch besonders viele Autos nach dem bis August gültigen NEFZ-Standard gebaut und verkauft und sich so ein Polster geschaffen. Im August waren die Verkäufe in Europa 22 Prozent nach oben geschossen.

Mercedes-Benz hat ähnliche Probleme

Konkurrent Mercedes-Benz kämpft mit ähnlichen Problemen, schaffte aber bereits im Oktober die Wende. BMW legt seine Absatzzahlen erst nächste Woche vor.