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Arzneimittel: Kassen geben Rabatte seltener an Patienten weiter | BR24

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Kassenpatienten müssen grundsätzlich eine Zuzahlung leisten, wenn sie ein Medikament verschrieben bekommen. Dieser Eigenbeitrag kann entfallen, wenn die Kassen beispielsweise Rabatte an Patienten weitergeben. Doch das passiert immer seltener.

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Arzneimittel: Kassen geben Rabatte seltener an Patienten weiter

Kassenpatienten müssen grundsätzlich eine Zuzahlung leisten, wenn sie ein Medikament verschrieben bekommen. Dieser Eigenbeitrag kann entfallen, wenn die Kassen beispielsweise Rabatte an Patienten weitergeben. Doch das passiert immer seltener.

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Rund 4,4 Milliarden Euro Nachlass haben Pharmafirmen den gesetzlichen Krankenkassen vergangenes Jahr als Rabatt gewährt. Im Gegenzug sorgen die Kassen dafür, dass ihre Versicherten in erster Linie das Präparat des jeweiligen Rabatt-Partners in der Apotheke bekommen - und nicht ein Produkt eines Konkurrenzunternehmens.

Apothekerverband: Zahl der zuzahlungsbefreiten Medikamente sinkt

Die Rabattverträge sorgen allerdings auch dafür, dass Patienten immer mal wieder ein neues Medikament ausgehändigt bekommen, das anders aussieht als das Präparat, das sie möglicherweise lange kennen - doch für das neue Medikament hat die Kasse eben einen Rabattvertrag ausgehandelt.

Um die Irritationen abzumildern, die deswegen regelmäßig bei Patienten auftreten, können Kassen auf die Zuzahlung zwischen fünf und zehn Euro verzichten. Doch nach einer Auflistung des Deutschen Apothekerverbands sinkt die Zahl der zuzahlungsbefreiten Rabatt-Arzneien. Zuletzt habe ihr Anteil noch bei knapp 21 Prozent gelegen, nach rund 25 Prozent im Vorjahr.

Kassen könnten 5.000 Medikamente von Zuzahlung befreien

Der Apothekerverband fordert die Kassen daher auf, wieder großzügiger beim Erlass von Zuzahlungen zu werden. Darunter fallen aber immer noch knapp 5.000 Arzneien. Und nach Ansicht der Verbraucherzentralen lohnt es sich, gezielt nach diesen Medikamenten zu fragen.