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Bionorica profitiert von Nachfrage nach medizinischem Cannabis.
© dpa-Bildfunk/Jens Kalaene
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Bionorica profitiert von Nachfrage nach medizinischem Cannabis.

Das kanadische Unternehmen Canopy Growth legt fast eine Viertelmilliarde Euro auf den Tisch, um das Cannabis-Geschäft des Oberpfälzer Arzneimittelherstellers Bionorica zu übernehmen: 226 Millionen zahlt Canopy Growth, das sich selbst als "weltweit führendes Cannabis- und Hanfunternehmen" bezeichnet.

Die Summe gilt in der Branche als bemerkenswert, denn sie ist rund zehnmal höher als der Umsatz, den Bionorica zuletzt mit seinen Cannabis-Produkten machte.

Bionorica hat Zahl der versorgten Patienten rastant verdoppelt

Aber die Kanadier hat offenbar das Wachstumstempo überzeugt, das Bionorica in dieser Sparte inzwischen erreicht hat. Innerhalb eines Jahres hat das Unternehmen mit Sitz aus Neumarkt in der Oberpfalz die Zahl der meist schwer kranken Patienten, die es mit Cannabis-Produkten versorgt, fast verdoppelt - inzwischen sind es rund 20.000. Für dieses Jahr wird eine weitere Steigerung um 70 Prozent angepeilt.

Mit dem Verkauf steigt Bionorica aus dem Geschäft mit medizinischen Cannabis-Produkten aber nicht ganz aus. Vielmehr haben beide Firmen eine Forschungsvereinbarung geschlossen. Die Standorte in Neumarkt, Frankfurt und Wien, an denen derzeit Beschäftigte im Bereich Cannabis-Medizin arbeiten, sollen erhalten bleiben. Insgesamt hat Bionorica 1.700 Beschäftigte in seinen verschiedenen Sparten rund um die Pflanzenmedizin.