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Arznei-Lieferengpässe nehmen weiter zu | BR24

© Nikolaus Nützel/BR

Wie sicher ist die Arzneimittelversorgung in der Corona-Krise?

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Arznei-Lieferengpässe nehmen weiter zu

Schon vor der Corona-Krise klagten Apotheker und Ärzte über die wachsende Zahl von Lieferengpässen bei Medikamenten – und ihre Zahl steigt weiter, auf inzwischen mehr als 400. Es gebe aber keinen Grund zur Panik, heißt es von Branchenverbänden.

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Von
  • Nikolaus Nützel

Auf 401 ist die Zahl der Arznei-Lieferengpässe gestiegen, die das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte veröffentlicht. Mitte Februar wurden noch knapp 270 Engpässe gemeldet. Die Apothekerverbände weisen allerdings darauf hin, dass es dabei nicht um das komplette Angebot bestimmter Wirkstoffe geht – vielmehr werden vorübergehende Lieferschwierigkeiten bei einzelnen Präparaten gezählt, die verschiedene Hersteller in unterschiedlichen Dosierungen auf den Markt bringen. Es gebe daher keinen Grund zur Panik, heißt es von den Apothekerverbänden.

Lage könnte sich weiter verschärfen

Der Pharma-Branchenverband Progenerika erwartet gleichzeitig, dass sich die Lage weiter verschärfen könnte. Viele Arznei-Wirkstoffe werden in China und Indien hergestellt, und dort beeinträchtigt die Corona-Pandemie weiterhin die Produktion. Außerdem gebe es immer noch beträchtliche Probleme in der Logistik, heißt es von Progenerika. Die umfangreichen Grenzkontrollen in Europa schlagen auch auf den Arzneimittelmarkt durch.

Lieferungen sollen zielgenauer werden

Der Pharma-Branchenverband sieht aber auch positive Entwicklungen. Es gebe inzwischen intensive Gespräche zwischen Herstellern, Großhandel und Politik, um dafür zu sorgen, dass Arzneien vor allem dorthin gelangen, wo sie am dringendsten gebraucht werden.