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Argentinien: Neuer Präsident - alte wirtschaftliche Probleme | BR24

© ARD/Ivo Marusczyk

Argentinien hat einen neuen Präsidenten gewählt - doch die wirtschaftlichen Probleme bleiben: hohe Arbeitslosigkeit, Inflation und Milliardenschulden. Die Zentralbank hat noch in der Wahlnacht Devisenkontrollen eingeführt.

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Argentinien: Neuer Präsident - alte wirtschaftliche Probleme

Argentinien hat einen neuen Präsidenten gewählt - doch die wirtschaftlichen Probleme bleiben: hohe Arbeitslosigkeit, Inflation und Milliardenschulden. Die Zentralbank hat noch in der Wahlnacht Devisenkontrollen eingeführt.

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Der Gewinner der Präsidentschaftswahl in Argentinien heißt Alberto Fernández. Doch auf den Jubel vom Wochenende könnte bald Ernüchterung folgen - denn die wirtschaftlichen Probleme des südamerikanischen Landes sind nach wie vor groß.

Hohe Arbeitslosigkeit in Argentinien

Viele Wähler machen für die schwere Wirtschaftskrise den bisherigen Präsidenten Mauricio Macri verantwortlich. Die Inflationsrate lag in Argentinien von Januar bis September bei fast 38 Prozent – damit ist sie eine der höchsten der Welt.

Die Arbeitslosigkeit stieg zuletzt auf mehr als zehn Prozent, ein Drittel der Bevölkerung lebt mittlerweile unter der Armutsgrenze. Hinzu kommen hohe Staatsschulden. Auch ein Milliardenkredit des Internationalen Währungsfonds über 56 Milliarden US-Dollar konnte die Lage nicht entschärfen.

Argentinische Zentralbank führt Devisenkontrollen ein

Die wirtschaftlichen Probleme sind so groß, dass die Zentralbank noch in der Wahlnacht reagierte und strenge Devisenkontrollen verhängte. Die Argentinier dürfen nun pro Monat nur noch Pesos im Wert von 200 Dollar in andere Währungen umtauschen. Bis jetzt lag diese Grenze bei 10.000 Dollar.

In den vergangenen Wochen musste die Regierung Millionen für Stützkäufe ausgeben, damit die Währung nicht ins Bodenlose abstürzt. Die Reserven der Zentralbank sind dadurch inzwischen bedrohlich geschrumpft.

© BR

Alberto Fernandez hat nach ersten amtlichen Ergebnissen mit 47,21 Prozent der Stimmen die Präsidentenwahl in Argentinien gewonnen. Der Oppositionskandidat liegt damit deutlich vor Amtsinhaber Mauricio Macri, der 41,42 der Stimmen erhielt.