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Arbeitsmarkt-Studie: Weiterbildung lohnt sich für den Staat | BR24

© Wolfram Weltzer

Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hat berechnet, wie viel die Weiterbildung in Zukunft kosten soll.

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Arbeitsmarkt-Studie: Weiterbildung lohnt sich für den Staat

Die Summe ist enorm: Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hat berechnet, wie viel die Weiterbildung in Zukunft kosten soll. Sie kommt aber zum Schluss, dass die Investitionen zum Großteil in die Staatskasse zurückfließen.

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Die Zahl ist auf den ersten Blick beachtlich: 83 Milliarden Euro setzen die Nürnberger Forscher des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) für Arbeit an. So viel kostet es, wenn in einem Jahr 25 Prozent mehr Menschen als bisher eine Weiterbildung beginnen.

So viel Geld fließt an den Staat zurück

In ihrem Szenario gehen die Forscher dabei von einem Mix aus - von mehrtägigen Weiterbildungen etwa für einen Staplerschein bis zur dreijährigen Ausbildung mit formal anerkanntem Berufsabschluss. Der Clou dabei: 74 Milliarden Euro würden in den folgenden Jahren wieder an den Staat zurückfließen – in Form von höheren Steuern und Sozialabgaben, aber auch in Form von vermiedenen Ausgaben für Arbeitslosengeld, Hartz IV, Wohngeld und andere Sozialleistungen. Es bliebe dennoch ein Minus von 9 Milliarden Euro. Das aber sei verkraftbar, argumentiert das IAB-Team um Enzo Weber.

"Zu beachten ist, dass es sich um die rein fiskalische Bilanz der öffentlichen Hand handelt, die den Nutzen der Bürger noch gar nicht einbezieht." Enzo Weber, Forscher am Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg

Arbeitsmarkt-Studie: Staatliche Maßnahmen nicht ausreichend

Das zu Jahresbeginn in Kraft getretene "Qualifizierungschancengesetz" halten die Nürnberger Forscher nicht für ausreichend. Der Vorwurf: Zu viele Beschränkungen und für zu wenige Menschen nützlich. Wenn Arbeitnehmer bereits von Arbeitslosigkeit bedroht oder betroffen seien, sei es gerade angesichts der Herausforderungen der Digitalisierung oft schon zu spät.