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Bundesagentur für Arbeit

Die Kassen der Bundesagentur sind gut gefüllt – der Beitragssatz zur Arbeitslosenversicherung von zurzeit 3 Prozent könnte also sinken. Der wird je zur Hälfte von Arbeitnehmern und Arbeitgebern aufgebracht. Aber um wie viel soll er nach unten gehen? Von 0,3 Prozent war zunächst die Rede. Arbeitsminister Heil könnte sich auch etwas mehr vorstellen – nicht aber die 0,6 Prozent, die Teile der Union in die Debatte eingebracht haben. Und auch bei der Bundesagentur für Arbeit verfolgt man natürlich die Diskussionen. Vorstandschef Detlef Scheele schaut auf die Einnahmen und Ausgaben.

"Wenn wir mit 0,3 oder 0,4 Prozent rechnen, das haben wir ja auch getan und vorgelegt, dann geht das auf unter den Eckwerten, die die Bundesregierung vorgelegt hat. Und wir würden bei 0,6 Prozent sehen, dass das nicht mehr zu ausgeglichenen Haushalten führt."

Detlef Scheele, Vorstandsvorsitzender Bundesagentur für Arbeit

Entscheidung vertagt

Dies dürfte besonders gelten, wenn Heil seine Pläne in der Regierung durchsetzt, künftig durch die Bundesagentur auch die digitale Weiterbildung zum Teil zu finanzieren. Angedockt waren die Themen an das Rentenpaket. Das landete heute deshalb nicht auf dem Kabinettstisch. Es gibt noch Gesprächsbedarf.

Autoren

Birgit Harprath

Sendung

B5 Wirtschaft und Börse vom 22.08.2018 - 14:38 Uhr