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Arbeitslosenversicherung in Spanien | BR24

© Oliver Neuroth
Bildrechte: dpa-Bildfunk/María José López

Die Arbeitslosenversicherung in Spanien hat viele Parallelen zum System in Deutschland. Große Unterscheide existieren jedoch bei der Sozialhilfe - vor allem beim Alter. In Spanien gibt es das System nämlich erst seit Beginn des Jahres 2020.

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Arbeitslosenversicherung in Spanien

Die Arbeitslosenversicherung in Spanien hat viele Parallelen zum System in Deutschland. Große Unterscheide existieren jedoch bei der Sozialhilfe - vor allem beim Alter. In Spanien gibt es das System nämlich erst seit Beginn des Jahres 2020.

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Von
  • Oliver Neuroth

Spanien hat eine staatliche Arbeitslosenversicherung, die viele Parallelen zum System in Deutschland hat. Wie lang man im Fall von Arbeitslosigkeit Unterstützung erhält, hängt davon ab, wie lange man vorher einen Beruf hatte und entsprechend in die Versicherung eingezahlt hat. Ein Jahr muss es mindestens sein, dann gibt es für vier Monate Arbeitslosengeld. Maximal zahlt die zuständige Behörde die Leistung zwei Jahre lang aus.

Arbeitslosengeld sinkt nach sechs Monaten

Zunächst bekommt der Empfänger 70 Prozent seines bisherigen Einkommens, nach einem halben Jahr sinkt der Betrag auf 50 Prozent. Wer immer noch auf Jobsuche ist, wenn das Arbeitslosengeld ausläuft, kann eine neue Leistung des spanischen Staates in Anspruch nehmen: Das „ingreso mínimo vital“, eine Art Sozialhilfe oder Hartz IV. Bedürftige bekommen je nach Personenanzahl im Haushalt zwischen 462 und 1.015 Euro im Monat.

Sozialhilfesystem erst seit 2020

Die Linksregierung in Madrid hat diese Leistung im Frühjahr eingeführt, vorher gab es keine Sozialhilfe auf nationaler Ebene. Lediglich einige spanische Regionen hatten arme Menschen finanziell unterstützt. Dass eine landesweite Sozialhilfe fehlte, hatte vor allem in der schweren Wirtschaftskrise vor zehn Jahren dramatische Auswirkungen: Tausende Spanier, die ihre Jobs verloren hatten, waren mittellos – als soziales Netz blieb ihnen nur ihre Familie.

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